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YTD 2026
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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Gilead Sciences

Auf den ersten Blick waren die Zahlen von Gilead Sciences durchaus ansprechend. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn konnte der Biotechkonzern die Erwartungen übertreffen. Ein genauerer Blick in die Bilanz und Prognose des Unternehmens lässt zumindest Zweifel wachsen, dass Gilead im laufenden Jahr besonders gut abschneiden wird. Denn im vierten Quartal implodierten die Erlöse aus dem Hepatitis-C-Geschäft regelrecht: Die Erlöse mit dem Hauptprodukt halbierten sich im Berichtsquartal auf USD 1.5 Milliarden. Und 2018 dürfte sich die Lage nach Ansicht des Unternehmens weiter zuspitzen. Gilead rechnet mit einem Erlösrückgang im Hep-C-Geschäft im laufenden Geschäftsjahr auf USD 3.5 Milliarden bis USD 4 Milliarden. Zudem erscheinen uns Zweifel angebracht, dass diese Umsatzrückgänge durch andere Sparten (v.a. HIV- und Onkologie) wettgemacht werden können. Zwar hat Gilead durch die USD 11 Milliarden schwere Übernahme von Kite Pharma ein marktreifes Krebsmedikament im Portfolio, das im Oktober 2017 in den USA auch die Zulassung erhielt. Der Umsatz belief sich aber lediglich auf USD 7 Millionen – das waren satte USD 6 Millionen weniger als erwartet. Zwar sollten die Umsätze 2018 weiter steigen, zugleich bekommt Gilead auf diesem Gebiet aber Konkurrenz durch Novartis, welche mit dem Medikament Kymriah eine vergleichbare Therapie anbietet. Gilead muss sich was einfallen lassen, um kurz- bis mittelfristig die klaffende Umsatzlücke zu schliessen – für 2018 rechnet der Konzern mit einem Umsatzrückgang von USD 25 Milliarden auf noch USD 20 Milliarden. Dies kann u.E. nur über eine teure Übernahme gelingen.
Konklusion:
Wer in den Biotech-Sektor investieren will, sollte um Gilead derzeit einen grossen Bogen machen. Wir empfehlen, den Sektor über die Beteiligungsgesellschaft BB Biotech abzudecken.