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Jahr 2025
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Georg Fischer

Wir hatten die Aktie von Georg Fischer gut einen Monat vor den Wahlen in den USA bei CHF 869.00 zum Kauf empfohlen. Kurzfristig ging dies auf. Die Aktie kletterte in den Folgewochen bis Anfang November auf CHF 891.50. Der überraschende Wahlerfolg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen schickte das Papier jedoch auf eine kräftige Talfahrt – der Kurs sackte bis auf gut CHF 840 ab, bevor eine Gegenbewegung einsetzte und die Aktie wieder auf gut CHF 860 hievte. Die Wahl von Trump belastet vor allem die Autosparte von Georg Fischer. Der neue Präsident der USA ist aufgrund seiner protektionistischen Wirtschaftshaltung ein Belastungsfaktor für die europäische und asiatische Autoindustrie. Sollte Trump in diesem Bereich neue Schutzwälle für die heimische Industrie aufziehen, wären Zulieferer wie Georg Fischer unausweichlich davon getroffen. Immerhin generiert die Autosparte ein Drittel des Konzernumsatzes bei Georg Fischer. Ein zusätzlicher Belastungsfaktor in dieser Sparte ist der Brexit. Denn wir gehen davon aus, dass die Autoproduktion im kommenden Jahr stagniert, nachdem sie 2016 noch um gut 3% gestiegen sein dürfte. Gut 70% des Spartenumsatzes generiert Georg Fischer im Bereich der „Passenger Cars“. Darüber hinaus belasten auch die Spannungen in der Türkei den Schweizer Konzern. Denn das Land ist im Bereich der Rohrleitungssysteme ein wichtiger Wachstumsmarkt. Sollte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan infolge der jüngsten Eskalation mit der EU den Marktzugang für westeuropäische Unternehmen erschweren, dürfte dies ebenfalls dämpfend auf die Geschäftsentwicklung bei Georg Fischer wirken.
Positiv ist hingegen, dass das Management im Rahmen der „Strategie 2020“ die Aktivitäten auf Gebiete mit höheren Margen ausweiten und ungenutzte Wachstumsmöglichkeiten bei existierenden Geschäften besser ausschöpfen will. Gemäss Angaben am jüngsten Investors Day soll der Umsatz um 20% zulegen. Bei der Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) strebt Georg Fischer ein Zielband von 18% bis 22% an. Die operative Marge auf Stufe Ebit soll sich zwischen 8% bis 9% einpendeln. Gemäss Angaben von CEO Yves Serra würde dadurch der Gewinn je Aktie auf deutlich über CHF 50 steigen im Vergleich zu den CHF 40, die der Konzern im Durchschnitt über die letzten fünf Jahre erzielt hat. Auf Grundlage unserer Gewinnprognose für das kommende Jahr beträgt das KGV 2017 derzeit gut 15, womit die Aktie noch Luft nach oben haben sollte. Sofern die oben genannten Belastungsfaktoren (Trump, Brexit, Türkei) nicht mit voller Kraft durchschlagen, hat die Aktie das Potenzial in den kommenden Monaten auf bis zu CHF 960 zu steigen.
Konklusion:
Die Aktie von Georg Fischer ist unseres Erachtens attraktiv gepreist. Zudem gefällt uns die geschäftliche Ausrichtung im Rahmen der „Strategie 2020“. Kaufen Sie den Titel!