
Wir hatten mehrfach davor gewarnt, beim Blick auf das amerikanische Industriekonglomerat bereits Entwarnung zu geben. Jüngst sorgten Aussagen von CEO Larry Culp für den nächsten Rückschlag. Culp hatte zuletzt durchblicken lassen, dass der laufende Konzernumbau länger dauern könne und wahrscheinlich mehr Geld verschlingt als erwartet. Der CEO rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem negativen betrieblichen Cashflow. Einmal mehr belastet dabei die in der Sanierung befindliche Kraftwerkssparte GE Power. Culp sprach an einem Webcast-Interview mit JP Morgan von einem mehrjährigen Turnaround im Powergeschäft. Gemäss Angaben des CEO wird die Sparte im laufenden Jahr noch mehr Geld verbrennen als 2018. GE Power wies für 2018 einen negativen Cashflow von USD 2.7 Milliarden aus. Wir erachten daher die Casflow-Prognose von +USD 3.60 Milliarden für das laufende und +USD 5.51 Milliarden im kommenden Jahr für sehr optimistisch. Darüber hinaus fürchten wir, dass der Konzernumbau durch die sich abzeichnende globale Konjunkturabkühlung verkompliziert bzw. verlängert wird. GE ist mit den eingeleiteten Restrukturierungen ohne Zweifel auf dem richtigen Weg. Anders als Wettbewerber Siemens fallen diese jedoch in eine Zeit, in der die Konjunkturunsicherheiten deutlich zunehmen. Die Chancen sind langfristig gut, kurz bis mittelfristig überwiegen jedoch die Risiken.
Konklusion:
Wir rechnen mit weiteren schlechten Nachrichten seitens General Electric in den kommenden Monaten. Investierte Anleger sollten das gesehene Zwischen-Kurshoch zum Ausstieg nutzen.