
Das vergleichsweise warme Wetter und das Osterfest im März haben die Verkäufe beim amerikanischen Modelabel GAP deutlich belastet. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Verkäufe um 6% zurück, nachdem GAP bereits im Februar – dem ersten Geschäftsmonat des Geschäftsjahres 2016/17 – einen Rückgang von 3.3% verzeichnet hatte. Der Verkaufsrückgang betraf alle Brands des Unternehmens. Beim GAP-Label sanken die Verkäufe um 3% (Konsenserwartung: -0.8%), bei Old Navy um 6% (-6.8%) und bei Banana Republik gar um 14% (-8.9%). Angesichts der beschleunigten Verkaufsschwäche dürfte GAP die Erwartungen für das erste Quartal nicht mehr erreichen. Im Schnitt rechnet der Markt für das erste Quartal (Ende April) mit einem Verkaufsrückgang von 1.6% – dies impliziert, dass GAP im letzten Quartalsmonat die Verkäufe um 4.4% gesteigert haben müsste. Dies erscheint uns nicht wahrscheinlich. Marktbeobachter sprechen von einem anhaltend schwachen Traffic in den Filialen. Zudem deuten die Wetterprognosen an, dass der April kälter wird als normal, was den Verkauf von Frühlingsmode belastet.
Konklusion:
Wir stufen die Aktie des amerikanischen Modelabels kurzfristig auf „Verkaufen“ zurück. Die Zahlen für das erste Quartal dürften schwach ausfallen.