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Fundamentale Analyse - Wasser

Der Hitzesommer 2018 gibt nach Angaben von Experten einen Vorgeschmack auf das, was der Klimawandel in Zukunft zur Regel machen könnte. Lange andauernde Hitzewellen werden auch in Mitteleuropa das Thema „Wasserversorgung“ aktuell machen. Bereits heute müssen einzelne Schweizer Gemeinden die Bevölkerung zum Wassersparen aufrufen. Weltweit leiden gegenwärtig rund 2.5 Milliarden Menschen unter Wasserstress – dies liegt vor, wenn die Wasserentnahme pro Jahr grösser ist als 40% der neugebildeten Wasserressourcen. Bis zum Jahr 2050 soll sich die Anzahl von Wasserstress betroffenen Menschen auf rund 5 Milliarden gut verdoppeln. Die Gründe für höheren Wasserstress sind einerseits der höhere Verbrauch aufgrund des Bevölkerungs- und Wohlstandswachstums. Denn es besteht historisch betrachtet eine positive Korrelation zwischen verfügbarem Einkommen und Fleischkonsum. Die weltweite Mittelschicht wird voraussichtlich von derzeit rund 1.8 Milliarden auf 4.8 Milliarden Menschen im Jahr 2030 wachsen. Vor allem in den Schwellenländern wird die Mittelschicht wachsen und mit diesem auch der Appetit auf Fleisch. Die Erzeugung einer Kalorie Fleisch benötigt jedoch zehn Mal mehr Wasser als die Produktion einer Kalorie Getreide oder Weizen. Zudem wird die steigende Industrieproduktion grössere Volumen von hochwertigem Wasser erfordern. Verschärft wird die Lage durch den Klimawandel, welcher erhebliche Auswirkungen auf die Verteilung von Niederschlägen und die Wasserverfügbarkeit haben. „Beispielsweise in Indien, Pakistan, China und anderen asiatischen Ländern ist die Wasserversorgung von rund 1 Milliarde Menschen hauptsächlich von Schmelzwasser aus dem Himalaya abhängig. Infolge der Klimaerwärmung dürften Gletscher, die in der Trockenzeit das meiste Süsswasser der Region liefern, in den nächsten Jahrzehnten bis zu 50% weniger Wasser erzeugen“, erklärte Dieter Küffer von RobecoSAM in einem Interview mit „the investor“. Verschärft wird die brisante Lage durch eine seit Jahren vernachlässigte Wasserinfrastruktur. In entwickelten Ländern kommt es bei den im 19. oder 20. Jahrhundert verlegten Wasserrohren häufig zu Lecks oder Rohrbrüchen. Viele Grossstädte verlieren 30% oder mehr ihres Leitungswassers durch Lecks. In den USA sind nach Expertenschätzungen in den kommenden 20 Jahren Investitionen von mehreren hundert Milliarden US-Dollar notwendig, um das marode Leitungssystem zu erneuern. In den kommenden Jahren werden Themen der Wasser-Nutzungseffizienz und der Wasseraufbereitung weit oben auf den Agenden stehen. Unternehmen, welche einen erheblichen Beitrag zur Wassereffizienz leisten – z.B. durch leistungsfähigere Wasserpumpen, umweltschonende Aufbereitungsanlagen oder den Wasserverbrauch senkende Technologien – weisen aus unserer Sicht grosse Wachstumschancen auf. Es sind Unternehmen wie Geberit, die zu den langfristigen Gewinnern dieser Entwicklung gehören sollten.
Konklusion:
Wir empfehlen, das Thema „Wasser“ via eines klassischen Fonds abzudecken. Aus unserer Sicht gehört der Pictet Water (ISIN: LU0239939290) zu den Besten in diesem Bereich.