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Fundamentale Analyse - USA

Tesla ist eine Geschichte gebrochener Versprechen
Elon Musk, der Chef des Elektroautopioniers Tesla, schafft es immer wieder seine Fans zu begeistern. Denn mit der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal enttäuschte der Konzern so ziemlich alle Erwartungen. Während andere Konzerne mit solch grottenschlechten Zahlen wohl in Erklärungsnöten geraten würden, reagierte die Aktie des E-Auto-Konzerns kaum und hielt sich auf einem sehr hohen Niveau. Die Fakten: Zwar stieg der Quartalsumsatz um gut ein Drittel auf USD 1.27 Milliarden. Dennoch lag Tesla damit deutlich unter den Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Schnitt mit Erlösen in Höhen von USD 1.67 Milliarden im zweiten Quartal 2016 gerechnet. Unter dem Strich musste der Autobauer einen Verlust von USD 293 Millionen vermelden, was etwa doppelt so hoch war, wie von den Marktteilnehmern prognostiziert wurde. Es war der 13. Quartalsverlust in Folge. Auch punkto Auslieferungen blieb der Konzern nicht nur hinter den Vorgaben der Analysten, sondern auch hinter den eigenen Zielen zurück. Tesla lieferte im zweiten Jahresviertel nur 14‘402 Fahrzeuge aus. Die konzerneigene Prognose lag bei stolzen 17‘000 Autos. Im laufenden Quartal verbrannte Tesla USD 170 Millionen an Cash, womit sich die Bargeldreserven des Unternehmens – dank der Kapitalerhöhung um USD 1.7 Milliarden vor wenigen Wochen – auf USD 3.25 Milliarden summieren. Gemäss eigenen Angaben wird der Konzern insgesamt USD 2.3 Milliarden in die Produktionsausweitung für das im nächsten Jahr kommende Model 3 investieren. Die Versprechen: Nach eigenen Angaben stellt Tesla gegenwärtig 2‘000 Autos pro Woche her – bis Ende des Jahres sollen es bereits 2‘400 sein. Damit würde sich auf Jahressicht die Produktion auf 125‘000 Fahrzeuge belaufen. Im Jahr 2018 soll die Produktion dann bis auf 500‘000 Fahrzeug auf Jahressicht ausgeweitet werden. Elon Musk will mit dem Launch des Model 3, welches für USD 35‘000 in die Läden kommt und damit auch für die Mittelklasse erschwinglich ist, den Umsatz im übernächsten Jahr auf USD 20 Milliarden aufblähen und einen Gewinn von USD 5 Milliarden abwerfen. „Wir nähern uns der Markteinführung vom Model 3 und sind begeistert wie zuvor von der Zukunft Teslas“, sagte Musk. Diese Prognosen dürfte die Zweifel bei vielen Anlegern beseitigt haben. Zudem verteidigte Musk die geplante Übernahme von SolarCity für USD 2.6 Milliarden. Der Solarkonzern sitzt auf Schulden in Höhe von USD 3.2 Milliarden und schreibt rote Zahlen. Wir rechnen für dieses Jahr mit einem negativen Cashflos von gut 1.6 Milliarden. Zusammen mit Tesla dürften die beiden Konzerne gut USD 3.4 Milliarden an Cash benötigen. Musk verspricht Kosteneinsparungen von USD 160 Millionen im ersten Jahr nach der Zusammenlegung. Die Vision von Musk ist ein Kunde, der tagsüber mit einem Tesla fährt, um das Fahrzeug nachts zu Hause mit seinem Solarstrom aufzuladen.
Konklusion:
Tesla ist eine Geschichte von gebrochenen Versprechen. Musks Meinung nach dürfte das kombinierte Tesla/SolarCity-Unternehmen USD 1 Billion wert sein. Mit Verlaub: Hanebüchener Unsinn.