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Fundamentale Analyse - USA

Die US-Konjunkturaussichten hellen sich deutlich auf
Im Moment machen steigende Anleihenrenditen am langen Ende der Wall Street das Leben schwer. Der Zins für 10-jährige Treasuries stieg jüngst auf den höchsten Stand seit Februar 2020. Anleihen wachsen wieder zu Alternativen von Aktien heran. Und die Furcht der Aktieninvestoren vor einer infolge einer steigenden Inflation notwendigen geldpolitischen Straffung, lässt derzeit verstärkt Gewinnmitnahmen auftreten. Die steigenden Inflationssorgen dürften die Märkte zwar noch etwas belasten, aber nicht zu einem Crash am Aktienmarkt führen. Einerseits erachten wir die Fantasie einer geldpolitischen Straffung für nicht haltbar – auch Fed-Chef Jerome Powell betonte vor Tagen, dass es derzeit keinerlei Pläne in diese Richtung gibt. Andererseits sprechen die Konjunkturaussichten für Aktieninvestments. Denn diese hellen sich vor allem für die USA markant auf. Grundbaustein dessen ist die massive Impfkampagne, die vor allem US-Präsident Joe Biden angeschoben hat. Mittlerweile gelten rund 13% der amerikanischen Bevölkerung als geimpft. Hinzu kommt, dass sich weit mehr Amerikaner mit Sars-CoV-2 unerkannt infiziert haben dürften, womit viele US-Bürger bereits über einen natürlichen Infektionsschutz verfügen dürften. Bereits im Sommer dieses Jahres könnten die USA die viel zitierte „Herdenimmunität“ erreichen, womit sich die Pandemie in den USA dem Ende zuneigt. Dies dürfte dazu führen, dass die Vereinigten Staaten deutlich früher ein komplettes Re-opening der Wirtschaft einleiten dürften als beispielsweise Europa, wo die Impfkampagnen bisher eher erschreckend langsam verlaufen. Wir gehen davon aus, dass in Europa erst gegen Mitte/Ende des zweiten Quartals 2021 mit der Massenimpfung gegen Covid-19 begonnen wird. Darüber hinaus werden die Hilfsprogramme der US-Regierung ihre Wirkung auf die Realwirtschaft nicht verfehlen. Zudem verfügen die US-Haushalte gemäss Schätzungen von Goldman Sachs über zusätzliche USD 2‘400 Milliarden, die sie wegen der Corona-Beschränkungen nicht ausgegeben haben. Entsprechend optimistisch sind die Wachstumsprognosen für die US-Wirtschaft. Morgan Stanley rechnet mit einem BIP-Wachstum von rund 6% in diesem Jahr, womit die Analysten im Direktvergleich noch tief stapeln. Bei JP Morgan stellt man ein Wachstum von 6.5% und bei Goldman Sachs sogar 6.8% in Aussicht. Angesichts dessen gehen wir davon aus, dass die US-Unternehmen in den kommenden Monaten ihre Umsatz- und Gewinnprognosen für dieses und wahrscheinlich auch kommendes Jahr Schritt für Schritt anheben werden. Dies dürften den Marktbullen weiteres Pulver bieten, womit die aktuelle Schwächeperiode nur ein kleines Zwischenspiel an der Wall Street sein dürfte.

Konklusion:
Die USA werden früher als Europa einen Konjunkturboom erleben. Dies wird sich in steigenden Umsatz- und Gewinnprognosen der Unternehmen widerspiegeln. Neues Futter für die Marktbullen!
(red./mda)