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Fundamentale Analyse - USA

Der Handelskrieg zwischen den USA und China könnte nach Ansicht politischer Beobachter in eine neue Phase einschwenken. China reagierte bisher auf die von den USA verhängten Strafzölle auf chinesische Waren stets mit Gegenzöllen, welche aber meist nur einen eher geringen Umfang aufwiesen. Doch Chinas starker Mann, Präsident Xi Jinping, scheint den nächsten Schritt vorzubereiten, um die USA bzw. die Regierung um Präsident Trump zum Einlenken zu bringen. Seltene Erden seien „eine wichtige strategische Ressource“, sagte Präsident Xi Jinping jüngst beim Besuch einer Fabrik in China. Der zunächst harmlos klingende Satz ist nach Meinung einiger politischer Beobachter jedoch ein Hinweis darauf, dass Jinping neue Wege sucht, um den Druck auf die USA in den laufenden Handelsgesprächen zu erhöhen. China hat quasi ein Monopol bei der Verarbeitung von Seltenen Erden, die zum Beispiel für die Herstellung von Smartphones oder Elektroautos benötigt werden. Etwa 30% der globalen Lagerstätten und fast die gesamte Verarbeitungsindustrie befinden sich in China. Letztlich wirft der chinesische Präsident damit auch die Rolle Chinas als „ verlängerte Werkbank der Welt“ in den Ring. Denn sollte China den Hebel in den Verhandlungen an diesem Punkt ansetzen, werden dies die westlichen Unternehmen sehr schnell spüren. In den USA wird diese Rolle Chinas vor allem beim Blick auf Apple immer stärker in den Fokus gerückt. Denn Apple hat seine Produktion zu grossen Teilen nach China verlagert. Sollte die chinesische Regierung in Beijing diese Produktionsstätten durch politische Massnahmen lahmlegen, würde dies Apple unmittelbar bis ins Mark treffen. Es gebe die verbreitete Sorge, dass Apple eine Zielscheibe auf dem Rücken habe und China sich zum Abfeuern bereit mache, so die Analysten von Wedbush Securities. Welche Folgen diese Sorge hat, macht sich am Aktienkurs des Konzerns seit einigen Wochen bemerkbar. Nach einer starken Erholung zu Beginn des Jahres sackte der Kurs zuletzt deutlich ab. Genau dies ist eine der der wenigen Schwachstellen des US-Präsidenten. Er reagiert sehr empfindlich auf anhaltende Schwächephasen an den Märkten. Wenn die Regierung in Beijing in den laufenden Verhandlungen Druck aufbaut, dann dürfte dies nur dort geschehen, wo es den USA wirklich wehtut – den Aktienkursen an der Wall Street. Darüber hinaus schwelt der Konflikt zwischen den beiden wirtschaftlichen Grossmächten auf subtileren Ebenen. So berichten uns Partner, dass die Aktivitäten von US-Unternehmen in China bereits behindert werden. Die Verweigerung von Lizenzen oder eine verlangsamte Zollabfertigung seien mittlerweile keine Seltenheit mehr. Zudem würden zunehmend Untersuchungen in Steuer-, Sicherheits-, Kartell- oder Umweltfragen durch chinesische Behörden eingeleitet, wodurch wichtige Ressourcen über Wochen gebunden seien.

Konklusion:
Die ersten Beobachter sprechen bereits von einem neuen „Kalten Krieg“, der gegenwärtig vor allem auf dem Technologiesektor ausgetragen wird. An der Börse sind die Folgen bereits zu spüren.