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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Fundamentale Analyse - USA

Die amerikanische Wirtschaft zeigt sich zum Jahresauftakt erstaunlich stark. Gemäss ersten offiziellen Schätzungen wuchs das amerikanische Bruttoinlandprodukt zwischen Januar bis März dieses Jahres aufs Jahr hochgerechnet um 3.2%. Damit hat die Wirtschaft im Vergleich zu Ende 2018 überraschenderweise deutlich an Schwung zugenommen – Ende 2018 war die Wirtschaft nur noch um 2.0%. Ökonomen sprachen mit Blick auf die US-Konjunkturentwicklung entsprechend von einer Riesenüberraschung. Im Schnitt hatten Wirtschaftswissenschaftler den USA im ersten Quartal im Schnitt nur ein BIP-Wachstum von 2.0% in Aussicht gestellt. Auch wir waren bezüglich der Entwicklung sehr skeptisch. Vor allem der wochenlange Regierungsstillstand in den USA hatte mit Blick auf die Wachstumsentwicklung schlimmeres befürchten lassen. Präsident Donald Trump hatte in den Wintermonaten über Wochen einen Government Shutdown durchzogen, um seine Forderungen für Gelder für den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko durchzubringen.  Zwar zeigen die jüngsten Zahlen, dass der private Konsum, der für gut zwei Drittel des BIP steht, zuletzt nicht mehr so stark stieg wie auch schon. Dafür sprangen aber ein ausgabefreudiger Staat und ein unerwartet anziehender Aussenhandel in die Bresche. Letzterer steuerte mitten im Handelsstreit mit China mehr als einen Prozentpunkt zum BIP-Plus bei. Eine grosse Portion des Wachstums ging auch auf einen deutlichen Lageraufbau zurück. Damit scheinen sich die Risiken für die US-Wirtschaft, über die seit dem Jahreswechsel 2018/19 intensiv diskutiert wurden und auch die US-Notenbank zu einer deutlich zurückhaltender Geldpolitik veranlasst hatte, nach und nach in Luft aufzulösen. Im März lief das Neubaugeschäft so gut wie seit November 2017 nicht mehr und die Einzelhändler erzielten jüngst das grösste Umsatzplus seit rund eineinhalb Jahren. Kurzum: Es läuft rund für die amerikanische Wirtschaft. Auch unter Ökonomen macht sich zunehmend die Zuversicht breit, dass sich an der soliden und robusten Entwicklung der US-Wirtschaft auch in den kommenden Quartalen nichts Wesentliches ändern werde – auch wenn das Wachstumstempo mitunter wieder etwas geringer ausfallen dürfte. Die amerikanische Notenbank dürfte die jüngsten Wachstumszahlen aus den USA mit einer gewissen Erleichterung aufnehmen. Denn US-Präsident Donald Trump hatte das Fed jüngst immer wieder kritisiert, mit den eingeleiteten Zinsschritten die heimische Wirtschaft und den Aktienmärkten zu schaden. Fed-Chef Jerome Powell und seine Amtskollegen dürften daher unbesorgt an der Seitenlinie bleiben.

Konklusion:
Die Sorge vor einer deutlichen Konjunkturabkühlung in den USA wird zunehmend kleiner. Die jüngsten BIP-Daten zum ersten Quartal setzen die Reihe positiver Konjunktursignale fort.