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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Fundamentale Analyse - USA

Die Sicht der Firmen auf das Brexit-Votum
Die jüngsten Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt haben die Hoffnung geschürt, dass sich die US-Wirtschaft doch deutlich besser entwickelt als erwartet. Im Mai waren in den USA gerade nur 38‘000 neue Stellen geschaffen worden. Für viele Marktteilnehmer war dies ein Zeichen dafür, dass sich die schwache Konjunkturentwicklung noch verschärfen könnte. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres war die US-Wirtschaft aufs Jahr hochgerechnet nur um schwache 1.1% gewachsen. Im Juni sendete der Arbeitsmarkt jedoch wieder ein kräftiges Lebenszeichen aus. 287‘000 neue Stellen wurden geschaffen, was deutlich über den Erwartungen der Ökonomen lag. Dass zugleich die Arbeitslosenquote von 4.7% im Mai auf 4.9% im Juni anstieg, mag auf den ersten Blick überraschen. Allerdings führen wir dies darauf zurück, dass sich wieder mehr US-Bürger, die dem Arbeitsmarkt zuvor den Rücken zugekehrt hatten, nun aktiv nach einem Job umschauen. In den USA gelten nur jene als arbeitslos, die keinen Job haben, aber aktiv auf der Suche sind. Die starken Juni-Zahlen vom US-Arbeitsmarkt können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die US-Wirtschaft an Schwung verloren hat. Im Schnitt wurden in den zurückliegenden drei Monaten 147‘000 Stellen geschaffen, was einer deutlichen Verlangsamung gegenüber den Vorjahresdurchschnittswerten entspricht. Im Jahr 2014 wurden im Schnitt pro Monat 251‘000 Stellen geschaffen. Im Jahr 2015 waren es noch 229‘000.
Was bringt die Q2-Berichtssaison?
In welche Richtung die US-Wirtschaft nun wirklich tendiert, lässt sich an den US-Arbeitsmarktzahlen jedoch nur bedingt ablesen. Zugegebenermassen liefern die Zahlen eine gewisse Richtung. Der wirkliche konjunkturelle Zustand dürfte sich in der nun beginnenden Quartals-Berichtssaison (siehe Seit 11, Alcoa) jedoch deutlich konkreter abzeichnen. Und einen wirklichen Grund zum Feiern dürften die Zahlen nicht liefern. Wir rechnen damit, dass die US-Firmen das fünfte Quartal infolge Abstriche machen müssen. Im Schnitt rechnen Analysten mit einem Gewinnrückgang von 5.6% im Vergleich zum Vorjahr. Unsere Modelle signalisieren eine leicht bessere Entwicklung in den USA – wir rechnen im Schnitt nur mit einem Rückgang von 4.5%, wobei vor allem im Finanzsektor positive Überraschungen zustandekommen könnten, denn die Belebung an den Finanzmärkten im zweiten Quartal dürfte das Handelsgeschäft deutlich angetrieben haben. Elementar werden jedoch die Ausblicke der Unternehmen bzw. deren Sicht auf die wirtschaftlichen Folgen des Brexit-Votums in Grossbritannien. Eine diesbezügliche Prognose wagen wir nicht.
Konklusion:
Die US-Berichtssaison wird nur wenige Gründe zum Jubeln liefern. Wichtig wird vor allem, wie die Unternehmen die Folgen des Brexit-Votums einschätzen.