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Fundamentale Analyse - USA

Die amerikanische Notenbank Fed hat mit ihren 2008 einsetzenden Käufen von Treasuries und hypothekenbesicherten Anleihen nicht nur die Wirtschaft angekurbelt, sondern auch Einfluss auf den Aktienmarkt genommen. Die Analysten von Morgan Stanley haben errechnet, dass der S&P500 seit 2009 eine positive Relation zu den Massnahmen des Fed bezüglich Mortage Backes Securities zeige. Sie kommen zu dem Schluss, dass eine Erhöhung des Anleihenbestandes um USD 20 Milliarden zu einer Aktienkursveränderung von 0.37 Prozent geführt habe. Seit 2017 versucht das Fed nun, diesen Stimulus zurückzunehmen und baut ihre Bilanz in homöopathischen Schritten ab, was auch an den Aktienmärkten nicht spurlos vorbeiging. Denn folgt man dem Modell von Morgan Stanley, so dürfte 2019 kein gutes Aktienjahr werden.
Sollte das Fed ihr Bilanzverkleinerungstempo von gut USD 15 Milliarden pro Monat fortsetzen, sollte die Benchmark dem Modell zu Folge um 3.3% fallen, was in etwa einem Drittel der annualisierten Rendite in den vergangenen fünf Jahren entspräche. Dass der S&P500 eine signifikante Korrelation mit MBS und weniger mit Treasuries aufweise, habe nach Worten von Morgan Stanley vor allem mit der Portfolio-Umschichtung zu tun. Morgan Stanley: Wenn ein Vermögenswert durch Rückkäufe der Fed weniger risikobehaftet wird, veranlasse dies die Anleger, Geld in andere Vermögenswerte zu transferieren, um ein gewünschtes Risikoniveau zu wahren. Da die Entwicklung von MBS-Beständen jedoch schwieriger einzuschätzen ist als die von Treasuries, erlangt der Vermögenswert mehr Aufmerksamkeit von den Anlegern.
Bezogen auf die Branche könnte der Bilanzabbau des Fed nach Ansicht der Analysten vor allem zyklische Sektoren treffen. Aktien aus dem Bereich Automobil, Materialhersteller oder Transportwerte wiesen eine grosse Sensitivität gegenüber den Massnahmen des Fed auf. Der derzeitige Abfluss von MBS könnte ihren Schätzungen zufolge für diese Aktien in diesem Jahr zu einem Rückgang von 6% führen.
Insgesamt stellt die Rücknahme der Fed-Stimuli unseres Erachtens ein Risiko für die Stabilität der Finanzmärkte dar. Denn der Bilanzabbau des Fed in Verbindung mit einem Anstieg der Emissionen von Treasurie könnte dazu führen, dass Anleger möglicherweise durch den Verkauf anderer, risikoreicherer Wertpapiere Raum schaffen müssen, um das steigende Angebot an Treasuries auffangen zu können.

Konklusion:
Der Bilanzabbau des Fed dürfte gemäss eines Modells von Morgan Stanley die Aktienkurse 2019 belasten. Zyklische Aktien dürften dabei besonders unter Druck stehen.