+11.66%
YTD 2026
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Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
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Jahr 2022

Fundamentale Analyse - Schweiz

Unwidersprochen – es gibt derzeit kaum eine Anlageklasse, die gemessen an den gängigen Bewertungskriterien noch als günstig einzustufen ist. Aktien, Anleihen und selbst Rohstoffe haben mittlerweile ein Niveau erreicht, welches die Crash-Propheten bereits wieder Alarm schlagen lässt. Ja, es wird einen Crash geben. Das war, ist und wird immer der normale Gang an der Börse sein. Allerdings erscheint uns gegenwärtig eine massive Korrektur wenig wahrscheinlich. Die Konjunktur nimmt rund um den Erdball Fahrt auf, was die Umsatz- und Gewinnentwicklung der Unternehmen nach jetzigem Stand auch im kommenden Jahr unterstützen sollte. Die Schweizer Unternehmen weisen für die vergangenen Quartale ein organisches Umsatzwachstum von 4% aus, und sie dürften dieses Wachstumstempo auch in den kommenden Quartalen beibehalten. Zuzüglich der zu erwartenden positiven Währungseffekte sollte sich das Gewinnwachstum von Schweizer Unternehmen in diesem und im kommenden Jahr im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich festigen, womit die Gewinne 2018 ein Rekordniveau erreichen sollten – es wären die ersten Rekordgewinne seit rund 12 Jahren. Darüber hinaus geht vor allem in den USA die geldpolitische Normalisierung ohne lautere Nebengeräusche an den Märkten vor sich. Der Weg, die Märkte von der Droge des billigen Geldes zu entwöhnen, ist zwar noch lang. Aber die ersten Schritte in diese Richtung waren bisher erfolgreich. Ein gutes Signal für die EZB und die Bank of Japan, die ebenfalls in den kommenden Monaten die geldpolitische Wende einläuten werden. Zu guter Letzt gibt es einen gravierenden Unterschied zu früheren Übertreibungsphasen. Die Stimmung unter Investoren ist zwar sehr gut, aber noch weit entfernt von der Euphorie der Dotcom-Blase – zumal die heutigen Dotcom-Überflieger – anders als die Vorgänger zur Jahrtausendwende – über ein funktionierendes und gewinnabwerfendes Geschäftsmodell verfügen. Mit Blick auf den SMI führen die Baissisten vornehmlich die hohe Bewertung von Schweizer Aktien ins Felde, um ihre pessimistische Sicht auf den Markt zu rechtfertigen. Tatsache ist, dass das KGV für den SPI auf Basis der geschätzten Gewinne für die kommenden zwölf Monate mit 18x tatsächlich ein erhöhtes Niveau aufweist. Im Mittel belief sich das KGV seit Anfang 2000 auf lediglich 15x. Allein dies spricht jedoch nicht dafür, dass Aktien nun unmittelbar vor einer Korrektur stehen – nichts spricht unseres Erachtens dagegen, dass die Bewertung nicht noch höher steigt. Zum Vergleich: Während der Dotcom-Ära lag das KGV zeitweise bei fast 22x. Einerseits stützen also die guten fundamentalen Aussichten die keineswegs masslos überteuerten Aktienkurse. Andererseits bleiben Aktien auch für konservative Anleger die interessanteste Anlageklasse. Die für das laufende Geschäftsjahr erwarteten Dividendenrendite von mehr als 3% liegt nicht nur deutlich über dem historischen Mittel von 2.4%, sondern auch deutlich über den Bondsrenditen.
Konklusion:
Die vergleichsweise hohe Bewertung von Schweizer Aktien lässt bei einigen Investoren die Alarmglocken läuten. Es gibt jedoch gute Gründe, die für weiter steigende Kurse sprechen.