+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Fundamentale Analyse - Schweiz

Die guten Nachrichten aus der Schweizer Wirtschaft reissen seit Monaten nicht ab. Es deutet sich an, dass einer der stärksten Konjunkturzyklen der zurückliegenden zwei Dekaden nun endlich auch die Schweiz ergriffen hat. Der Frankenschock vom Januar 2015, als die SNB die EUR/CHF-Untergrenze von 1.20 aufhob, ist längst abgehakt. Die Unternehmen nutzten die Zeit und schoben die richtigen Massnahmen an, um sich in einem Umfeld freier Währungen erfolgreich bewegen zu können. Die jüngste Frankenschwäche spielt ihnen dabei nun sogar in die Hände. Die laufende Berichtssaison in der Schweiz belegt diese These. Die Zahlen fielen bis dato am oberen Ende der Erwartungen aus. Die Aktienkurse reagierten mit kräftigen Gewinnen und trieben den SMI bis Anfang August mit 9‘176 Punkten auf ein neues Jahreshoch. Die jüngsten Rückschläge am Schweizer Aktienmarkt waren durch den verbalen Schlagabtausch zwischen den USA und Nordkorea bedingt und dürften das Gesamtbild nur kurzfristig trüben. Denn die gesamtwirtschaftliche Gemengelage bleibt mittel- bis langfristig sehr ansprechend – sowohl auf nationalem als auch auf internationalem Parkett. Auch wenn die jüngsten Makrodaten auf eine leicht langsamere Wachstumsdynamik in den USA hinweisen, hat sich das Bild in Asien und vor allem auch Europa nachhaltig aufgehellt. So hat der Internationale Währungsfonds seine globale Wachstumsprognose vor wenigen Wochen auf 3.5% für das laufende Jahr angehoben. Und Deutschland, der wichtigste Handelspartner der Schweiz, dürfte in diesem Jahr fast 2% wachsen. Davon werden auch die Schweizer Unternehmen durch ihre starke internationale Diversifizierung profitieren und ihre Umsätze und Gewinne auch im kommenden Jahr weiter ausweiten.
Mit Blick auf die Schweizer Gesamtwirtschaft dürfte die Wachstumsdynamik nicht nur weiter anziehen, sondern im kommenden Jahr sogar das Potenzialwachstum von gut 2% erreichen. Das BIP dürfte in diesem Jahr um 1.4% und kommendes Jahr gar um 1.9% wachsen. Die gute Lage widerspiegelt sich auch in den jüngst veröffentlichten Stimmungsindikatoren. Der Geschäftslageindikator für die Schweizer Privatwirtschaft legte im Mai 2017 erneut zu – zum fünften Mal in Folge. Und das KMU-Stimmungsbarometer schoss auf den höchsten Wert seit dem Jahr 2011. Auch auf dem Arbeitsmarkt macht sich der beschleunigende Konjunkturzyklus langsam bemerkbar. Die Arbeitslosigkeit nähert sich der 3%-Marke und die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer ist in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Diese Arbeitsplatzsicherheit sollte den ohnehin starken Konsum weiter stützen. Kurzum: Die Schweizer Wirtschaft entwickelt sich sehr stabil und die Unternehmensgewinne wachsen. Es gibt derzeit nur wenig Gründe, die nicht für eine Fortsetzung der Börsenrallye der letzten Jahre sprechen.
Konklusion:
Der Konjunkturzyklus in der Schweiz gewinnt an Fahrt. Auch die Weltwirtschaft zieht weiter an. Wir rechnen mit einer länger anhaltenden Aufwärtsphase an der Börse.