+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Fundamentale Analyse - Schweiz

Wir starten dynamisch ins letzte Jahresdrittel
Mit einer vergleichsweise defensiven Strategie sind wir im Vorfeld der Brexit-Abstimmung ins Börsenrennen im zweiten Halbjahr gegangen und haben diese Ausrichtung auch in den Folgewochen nach der Abstimmung beibehalten. Angesichts des sich nach und nach verziehenden Konjunkturnebels über Europa haben wir unsere Risikobereitschaft in den vergangenen gut vier Wochen erhöht und sind mit einer Aktienquote von gut 70% ins letzte Jahresdrittel gestartet. Zum Vergleich: Zur Jahresmitte lag unsere Aktienquote bei unter 50%. Zugleich haben wir uns in den vergangenen Wochen sukzessive auch von unserer defensiven Titelauswahl verabschiedet, wobei diese noch immer das Rückgrat unserer Strategie bildet – ein solides Fundament, von dem aus wir hoffen, in den kommenden gut vier Monaten bis zum Jahresende noch das eine oder andere Renditeprozent herausholen zu können. Insgesamt ziehen wir bis dato – angesichts des sehr schwierigen Jahresverlaufs – ein verhalten positives Zwischenfazit. Zu Beginn des laufenden Monates erreichten unsere Musterdepot – über alle Musterdepots hinweg und unter Einbeziehung von Währungseffekten – mit 0.10% zum Ende der vorangegangenen Berichtswoche eine solide Performance. Überraschend positiv entwickelte sich unser Swiss Small Cap-Depot mit einem Plus von über 3%, während der SPI um die Nulllinie tendiert. Auch die Performance unseres Nasdaq-Portfolios mit über +4% und unseres EmMa-Wachstumsdepots mit über +7% überzeugen. Dass wir im Lauf des Jahres die richtigen Stellschrauben angezogen haben, zeigt sich auch in unserem EUR-Musterdepot. Zwar liegt das Aktienportfolio aktuell noch immer leicht im Minus (-0.1%). Im Vergleich zum Eurostoxx50, der noch immer gut 6% unter dem Stand zu Jahresanfang notiert, ist die Outperformance durchaus beachtlich.
Unbestritten: Der Monat September gehört an den Börsen zu den eher schwächeren Monaten. Wir erwarten, dass vor allem die institutionellen Anleger die kommenden Wochen nutzen werden, um sich für die verbleibenden Monate bis zum Jahresende zu positionieren. Für sie, wie für uns gilt: Die Performance muss verbessert werden. Damit dürfte eine steigende Risikobereitschaft verbunden sein. Aktien, die in den Vormonaten nach unten geprügelt wurden, dürften nun zumindest teilweise ein Comeback erleben. In Erwartung dessen haben wir unser Engagement im Bankensektor jüngst ausgebaut. Ein anderer Sektor, den wir derzeit im Auge haben, ist die Chemiebranche sowie den prozyklischen, europäischen Industriesektor. Das grösste Risiko geht unserer Ansicht nach derzeit von den US-Aktienmärkten aus. Die hohe Bewertung von US-Aktien in Verbindung mit dem schwachen Wachstum könnte zu einer Korrektur führen, der sich auch die Märkte in Europa und der Schweiz nicht entziehen dürften.
Konklusion:
Wir haben in den Vorwochen unsere Risikobereitschaft erhöht und unsere defensive Ausrichtung in den Hintergrund gestellt. Im letzten Jahresdrittel dürften die Kurse steigen.