+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Fundamentale Analyse - Schweiz

Vor gut einem Jahr an gleicher Stelle herrschte auch bei uns grosser Optimismus: Wir stellten in Aussicht, dass der SMI das Potenzial habe, im Jahr 2018 erstmals die 10‘000 Punkte-Marke zu knacken. Der Auftakt ins Börsenjahr 2018 war vielversprechend: Binnen weniger Handelstage stieg der Schweizer Leitindex um mehr als 200 Punkte und markierte bei 9‘611 Zähler ein neues Allzeithoch. Dann kam der Absturz. Bis Mitte 2018 sackt der SMI fast 10% ein. Zwar konnten die Verluste bis dato etwas eingedämmt werden. Aber das Minus von gegenwärtig über 4% gegenüber dem Stand zum Jahreswechsel 2017/18 ist noch immer schmerzhaft. Auch der Ausblick für das kommende Börsenjahr lässt derzeit wenig Raum für grossen Optimismus. Auf internationalem Parkett drücken die bekannten Unsicherheitsfaktoren weiter auf die Stimmung. Zumal erschwerend hinzukommt, dass die Marktteilnehmer auch das letzte Mass an Vertrauen in die Politik für den Moment verloren haben. Vor allem die Wankelmütigkeit und die Irrationalität des amerikanischen Präsidenten bleiben eine grosse Belastung. Ausdruck für das sinkende Vertrauen in die politische Führung waren die aufkommenden Zweifel an der Nachhaltigkeit des Handelsdeals zwischen den USA und China im Anschluss an den G20-Gipfel Ende November. Der Konflikt hat weiter das Potenzial, die Weltwirtschaft in eine deutliche Krise zu stürzen. Darüber hinaus drücken auch zunehmende Konjunktursorgen in der Schweiz auf die Stimmung der Unternehmen und der Anleger. Dass das Schweizer BIP im dritten Quartal überraschend schrumpfte, ist nicht dazu angetan, um neue Wachstumsfantasien zu entfachen. Mit Blick auf das kommende Jahr rechnen wir zwar weiter mit steigenden Unternehmensgewinnen und Umsätzen in der Schweiz. Doch diese dürften angesichts der gegenwärtigen globalen Konjunkturerwartungen eher in homöopathischen Dosen ausfallen. Zu wenig jedenfalls, um den Aktienkursen hierzulande starken Rückenwind zu verleihen. Entsprechend rechnen wir in unserem Hauptszenario mit einer volatilen Seitwärtsbewegung, die sich in etwa in der zuletzt gesehenen Bandbreite zwischen 8‘600 bis 9‘200 Punkten bewegen dürfte. Ein grosses Upside sehen wir im Fall, dass der Brexit in sehr geordneten Bahnen abläuft, der italienisch-europäische Haushaltsstreit beigelegt und der Handelsstreit zwischen den USA und China vollumfänglich gelöst werden kann. Dies zusammen könnte den SMI nochmals in Richtung des Allzeithochs steigen lassen. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Positiv-Szenarios schätzen wir jedoch nur auf 20%.  Im worst-case (Rezession USA / China / Eurozone / Schweiz) drohen dem SMI Verluste von bis zu weiteren 10% bis 15%. Diese Wahrscheinlichkeit liegt bei 10%.

Konklusion:
Grosser Optimismus will beim Blick ins kommende Jahr nicht aufkommen. Wir rechnen 2019 mit einer volatilen Seitwärtsbewegung des Swiss Market Index.