+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
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Jahr 2022

Fundamentale Analyse - Niederlande

Wir hatten in Ausgabe 14/2019 auf die langfristig sehr guten Aussichten des niederländischen Payment-Unternehmens Adyen hingewiesen. Der niederländische Aktienmarkt beherbergt noch weitere sehr interessante Aktien, die Anleger zumindest auf ihre Watchlist nehmen sollten. Insgesamt entwickelte sich der AEX in diesem Jahr im Gleichschritt mit dem Euro Stoxx50 – auf Sicht von 52 Wochen konnte der AEX den europäischen Leitindex leicht (+2.87 Prozentpunkte) und auf Sicht von drei Jahren deutlich (12 Prozentpunkte) outperformen. Auch konjunkturell ist es um die Niederlande derzeit etwas besser gestellt als um die Eurozone insgesamt. Während beispielsweise der Einkaufsmanagerindex für März in der Eurozone auf 47.5 Punkte sank, was eine wirtschaftliche Kontraktion andeutet, lag der entsprechende Länderindex mit 52.5 Punkten weiter oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Damit dürfte sich in diesem und wahrscheinlich auch im kommenden Jahr der positive Trend der letzten gut drei Jahre fortsetzen. Die Wirtschaft der Niederlande wächst deutlich schneller als die Eurozone insgesamt. Neben Adyen sehen wir auf Einzeltitelebene vor allem beim niederländischen Chip-Zulieferer ASML noch reichlich Kurspotenzial – wir hatten die Aktie jüngst in unser europäisches Standardwerte-Depot aufgenommen. Zwar haben sich die Nebelschwaden über der Halbleiterindustrie noch nicht gänzlich aufgelöst. Jedoch deuten Aussagen aus Unternehmenskreisen aus der Branche darauf hin, dass sich die Geschäftslage derzeit stabilisiert und man guten Mutes in die zweite Jahreshälfte blicke. Vor allem Grosskunden dürften dann die jüngst noch aufgeschobenen Aufträge realisieren. Daneben erscheint uns auch ein altbekannter Name wieder interessanter als auch schon: Philips. Der einstige Elektronikkonzern wandelt sich nachhaltig in ein Gesundheitsunternehmen. Der eindrucksvolle Wandel zeigte sich im vierten Quartal 2018 deutlich: Dank eines florierenden Geschäfts mit Diagnose- und Behandlungsgeräten konnte Philips eine markante Umsatz- und Gewinnsteigerung vermelden. Angesichts des prall gefüllten Auftragsbuchs dürfte man im Hause Philips relativ entspannt in die nahe Zukunft blicken. Das im Januar angekündigte EUR 1.5 milliardenschwere Aktienrückkaufprogramm ist ein weiteres Kauf-Argument für den Titel.

Konklusion:
Adyen, ASML und Philips sind drei viel versprechende Aktien, die jedoch allesamt ein gewisses Mass an Risikofreude erfahren. Konservative Anleger sollten hingegen Unilever für ein Investment in Betracht ziehen!