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Fundamentale Analyse - Green New Deal

Anleger sollten „Future Mobility“ auf dem Schirm haben
Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat seine Pläne für einen „Green New Deal“ für die US-Wirtschaft jüngst nochmals bekräftigt. An einer Rede vor wenigen Tagen sagte der designierte Präsident, dass unter seiner Regierung die Investitionen in saubere Energien ausgebaut werden, steuerliche Anreize für den Kauf von Elektroautos und der Ausbau der Ladestationen für batteriebetriebene Autos vorangetrieben werden sollen. „Wir können uns den Elektrofahrzeugmarkt zu Eigen machen – 550‘000 Ladestationen bauen – und damit über eine Million Arbeitsplätze in den USA schaffen“, sagte der designierte US-Präsident. Die Pläne des Präsidenten in Sachen Klimaschutz sind insgesamt hoch gesteckt. Rund USD 2‘000 Milliarden will er in seiner ersten Amtszeit in den Klimaschutz investieren. Die Stromversorgung der USA soll bis zum Jahr 2035 ohne Kohle, Gas und Öl organisiert werden. Die Klimaneutralität soll schliesslich 2050 erreicht sein. Rund 4 Millionen Geschäftsgebäude und 2 Millionen Privathäuser sollen energetisch saniert werden und 1.5 Millionen nachhaltige Häuser sollen neu gebaut werden. Darüber hinaus sollen 3 Millionen Autos in öffentlicher Hand auf Elektro umgestellt und die Investitionen in Forschung zu Wasserstoff, neuen Materialien, aber auch zu neuen Atomreaktoren und CO2-Speicherung deutlich erhöht werden. Selbst wenn Biden nicht alle dieser Ziele erreicht, so ist das Potenzial dieses Plans enorm. Hierzu passt, dass sich nun auch Tech- und Industrieunternehmen für den Mobilitätswandel zusammenschliessen. Vor wenigen Tagen hat in den USA eine Gruppe führender US-Autohersteller, Zulieferer und Energiekonzerne einen Branchenverband zur Steigerung des Absatzes von Elektrofahrzeugen gegründet. Die Zero Emission Transportation Association (ZETA) zielt darauf ab, bis zum Jahr 2030 einen 100%igen Absatz von E-Autos zu erreichen. Sie setzt sich, wie Biden, für steuerliche Kaufanreize für E-Autos und die Stilllegung von Verbrennerautos oder strengere Emissions- und Leistungsstandards ein. Die Liste der Gründungsmitglieder liest sich wie das „Who is Who“ der Industrie: So zählen u.a. Tesla, der Fahrdienstleister Uber, Piedmont Lithium, Siemens, ConEdison, Duke Energy, Albemarle oder PG&E zu den Gründern. Aber auch namhafte Start-ups sind vertreten, wie Lordstown Motors, Rivian und Lucid Motors sowie EV-Ladeunternehmen wie Chargepoint und EVgo. In den USA steht mit Präsident Biden eine Art Paradigmenwechsel an, welchem sich auch Anleger nicht verschliessen sollten. Anbieter alternativer Energien, von Elektro- und Wasserstofffahrzeugen sowie Unternehmen im Energiemanagement könnten in den kommenden Jahren vor einem neuen Boom stehen. Wer breit gestreut investieren möchte, sollte auf einen entsprechenden ETF zurückgreifen.

Konklusion:
Anleger sollten den Wandel in der Mobilität im Auge behalten. Dieser bietet zahlreiche, vielversprechende Investments, die in den kommenden Jahren noch für Furore sorgen werden.