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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2022

Fundamentale Analyse - Europa

Erhöhte Übernahmetätigkeit in der zweiten Börsenreihe
Covid-19, das Coronavirus, ist im Moment das alles übertönende Thema an den Aktienmärkten – auch wir widmen dem Virus in der aktuellen Ausgabe viel Raum. Aber es gab neben dem Virusausbruch noch andere Themen, die unseres Erachtens durchaus Signalwirkung für die Märkte haben sollten. So registrieren wir seit dem Jahreswechsel 2019/20 eine bemerkenswerte Entwicklung in der zweiten und dritten Börsenreihe in Deutschland. Der Bürovermieter Godewind Immobilien, das Tech-Unternehmen Isra Vision sowie der Software-Anbieter RIB Software haben in den vergangenen Wochen erfreuliche Post erhalten: Allen drei Unternehmen liegen Übernahmeangebote vor, die vor allem den Aktionären eine satte Prämie in Aussicht stellen. Kein Wunder also, dass das Gros der Analystengilde den betroffenen Aktionären empfiehlt, das jeweilige Übernahmeangebot anzunehmen. Darüber hinaus trennt sich der Autovermieter Sixt von seiner Tochter Sixt Leasing und verkaufte seine Anteile an Hyundai Capital Bank Europe – zudem wird den freien Aktionären ein Übernahmeangebot vorgelegt. Die erhöhte Übernahmetätigkeit spricht unseres Erachtens dafür, dass der Markt entgegen der Meinung zahlreicher Auguren und Schwarzmaler nicht derart überteuert ist, wie diese Auguren gerne immer wieder lauthals verkünden. Für viele Entscheider in den Schlüsselpositionen erscheint es nach wie vor sinnvoll und aussichtsreich, sich Marken, Märkte oder Technologien einzukaufen anstatt diese in mühevoller Kleinstarbeit selbst entwickeln und aufbauen zu müssen. Und an den nötigen Mitteln, um solche Übernahmen stemmen zu können, mangelt es anscheinend in keiner Weise. Der Markt für Zusammenschlüsse und Übernahmen mag im Vergleich zu den Jahren 2017/18 in den vergangenen Monaten etwas an Schwung verloren haben. Aber er ist noch nicht tot, was dafür spricht, dass die Unternehmen robust genug sind, um auch kurzfristige Konjunkturrückschläge unbeschadet zu überstehen. Daran wird auch das Coronavirus nichts ändern. Angesichts dessen erscheinen uns die jüngsten Übernahmetätigkeiten im Segment der kleinen bis mittelgrossen Unternehmen als positive Signale – der Markt ist im Moment zwar angeschlagen und die kurzfristigen Aussichten sind düster. Aber die mittel- bis langfristigen Rahmenbedingungen sind weiter gut und dürften sich – sofern die Panik rund um das Coronavirus abklingt – im Jahresverlauf sogar noch deutlich aufhellen. Denn schon jetzt signalisieren Politik und Notenbanker, dass man Gewehr bei Fuss stehe, wenn sich eine Abwärtsspirale andeute.

Konklusion:
In den ersten Wochen 2020 ist die Übernahmetätigkeit in der zweiten Börsenreihe in Deutschland deutlich gestiegen. Wir sehen darin ein positives Signal.