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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Fundamentale Analyse - Euro Stoxx50

Die Stimmung an den Aktienmärkten ist in der vergangenen Woche gekippt. Trübte vor gut zwei Wochen scheinbar kein Wölkchen den Himmel, so hängen über den Märkten in Europa – aber auch den USA – mittlerweile dicke Gewitterwolken. Der deutsche DAX verlor binnen weniger Handelstage fast 500 Zähler, beim Euro Stoxx50 sackte um gut 120 Punkte ab und der amerikanische Dow Jones fuhr das schlechteste Wochenergebnis seit zwei Jahren ein. Auf dem Handelsparkett werden verschiedene Gründe für den massiven Kursrücksetzer an den europäischen Börsen und vor allem im Dax angeführt.
An erster Stelle steht weiter die Eurostärke, der die Exporte aus dem Euroraum belasten könnte. Zudem verringern sich im Dollar-Raum erzielte Erträge bei der Umrechnung in Euro. Die Commerzbank kommt in einer Studie zu dem Schluss: Sollte der Euro gegenüber dem amerikanischen Greenback auf dem aktuellen Niveau verharren, errechnen sich für die Dax-Konzerne im laufenden Jahr bei einem prognostizierten Ebitda-Gesamtgewinn von EUR 200 Milliarden Einbussen zwischen EUR 10 Milliarden bis EUR 20 Milliarden. Darüber hinaus erachten viele Händler die Entwicklung der US-Anleihenrenditen als Belastung für die Aktienmärkte. Denn die Renditen für US-Staatsanleihen haben einen deutlichen Schub erfahren und notieren auf einem Drei-Jahres-Hoch. Bei einer Laufzeit von zehn Jahren können Anleger so mittlerweile 2.8% jährlich erzielen. Auch in Europa sind die Renditen zuletzt gestiegen. Hieraus ergeben sich gleich zwei Aspekte, die den Aktienmarkt belasten. Anleihen werden als Investmentmöglichkeit wieder attraktiver. Warum riskante Aktien kaufen, wenn man mit Anleihen 3% Rendite erzielen kann? Zudem rücken die steigenden Renditen die horrenden Staatsschulden rund um den Globus wieder in den Fokus. Die Frage, ob die hohen Schulden bei weiter steigenden Anleihenzinsen noch tragbar sind, beunruhigt die Investoren. Hinzu kommt, dass der Wechsel an der Spitze der US-Notenbank zu Spekulationen über Kurswechsel bei der Geldpolitik führen könnte. Die Inflationserwartungen in den USA sind zuletzt gestiegen, welche durch die zuletzt unerwartet starke Lohnentwicklung zusätzlich angeheizt wurde. Das Fed könnte gezwungen sein, den Leitzins deutlich aggressiver zu erhöhen als bisher erwartet wird. Dass erste Kommentatoren bereits vom Ende des Haussemarktes und dem Beginn eines Bärenmarktes sprechen, können wir nach der starken Rallye in den letzten Monaten zwar nachvollziehen, halten es aber für übertrieben. Wir erwarten zwar eine Konsolidierung, die vor allem mit Blick auf den US-Markt längst überfällig war. Dennoch erwarten wir keine grösseren Einbrüche an den Aktienmärkten. Erstens stützt der weltweite Konjunkturaufschwung, andererseits wird der neue US-Notenbank im Zweifel für den Aktienmarkt entscheiden.
Konklusion:
Die Konsolidierung ist nach der starken Kursentwicklung in den letzten Monaten gesund und eröffnet neue Kaufgelegenheiten. Investoren sollten nicht in Panik verfallen.