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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Fundamentale Analyse - DAX

Die sich wieder deutlich beschleunigende SARS-CoV-2-Pandemie hat auch den deutschen Leitindex DAX in den vergangenen Tagen belastet. Die Angst vor einem neuen Lockdown in Deutschland und weiten Teilen Europas hat die Börsen europaweit im Griff. Dabei scheint es für viele Unternehmen aus der höchsten deutschen Börsenliga operativ deutlich besser zu laufen als erwartet. Zahlreiche Unternehmen, wie die Deutsche Post, Daimler oder Covestro, konnten überzeugende vorläufige Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen und hoben zumeist ihren kurzfristigen Ausblick gleich noch mit an. Gemäss Berechnungen von Bloomberg erwartet die Börsengemeinde, dass die Unternehmen aus der ersten Börsenliga in Deutschland im laufenden Jahr einen Nettogewinn von EUR 60 Milliarden ausweisen können – trotz der immensen Belastungen durch die Corona-Krise. Damit würden die 30 Unternehmen aus dem DAX zwar EUR 20 Milliarden oder 25% weniger als im Vorjahr verdienen, als sich der Nettogewinn der Unternehmen auf EUR 81 Milliarden belief und sich als das drittbeste Jahr in der Wirtschaftsgeschichte Deutschlands herausstellte. Aber der grosse Einbruch, wie ihn viele Beobachter auf dem Höhepunkt der ersten Pandemiewelle prognostiziert hatten, dürfte ausbleiben. Noch in den Sommermonaten hatten Finanzanalysten mit Gewinneinbrüchen zwischen 40% und 60% gerechnet. Auch im Vergleich zu den vergangenen zwei grossen Krisen, die Finanzkrise und die Dotcom-Bubble, schlagen sich die DAX-Konzerne beachtlich. 2008, als die Finanzkrise mit voller Wucht durchschlug, summierten sich die Gewinne der 30 DAX-Konzerne gerade noch auf EUR 16 Milliarden. 2002, nachdem die Dotcom-Blase geplatzt war, schrieben die Konzerne gar einen Verlust von EUR 3 Milliarden. Insgesamt scheinen die grössten Gewinnenttäuschungen mittlerweile hinter uns zu liegen – auch wenn angesichts der Pandemieentwicklung viele Prognosen weiter mit grossen Fragezeichen versehen werden müssen. Allerdings gehen wir nicht davon aus, dass es erneut zu grossflächigen und absoluten Lockdown kommen wird, wie im Frühjahr. Denn dies wäre wirtschaftlich als auch gesellschaftlich nicht zu verantworten.

Konklusion:
Die Pandemie trifft die Unternehmen zwar hart, aber weniger hart als ursprünglich erwartet. Die DAX-Konzerne dürften 2020 trotz allem einen satten Gewinn ausweisen.