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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Fundamentale Analyse - China

Nach einem fulminanten Start ins Jahr 2018, bei dem die Wirtschaft deutlich schneller wuchs als erwartet, haben sich in Folge der zunehmenden geopolitischen Krisenherde auch in China die Wirtschaftsdaten eingetrübt. Die jüngste Ankündigung der chinesischen Zentralbank, der People’s Bank of China (PBoC), dass die Geschäftsbanken des Landes – mit Ausnahme ländlicher Genossenschaftsbanken – ab Anfang Juli weniger Mindestreserven auf die Seite legen müssen, ist ein Hinweis darauf, dass der Wirtschaftsmotor zumindest stottert. Die von der PBoC beschlossene Massnahme soll die Kreditvergabe an kleine und mittelgrosse Unternehmen erleichtern. Damit reagiert die Bank auf die überraschend schwach ausgefallenen Wirtschaftsdaten. Die Industrieproduktion legte im Mai im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 6.8% zu. Ökonomen hatten immerhin mit einem Plus von 7% gerechnet. Auch im Einzelhandel setzte sich der Abschwung des Vormonats fort. Der Umsatz stieg nur noch um 8.5% nach 9.4% im Vormonat. Vergangenes Jahr konnte der Einzelhandel im Schnitt noch ein Zuwachs im zweistelligen Prozentbereich vermelden. Das Wachstum des Konsums ist auf dem niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Noch schlechter entwickelten sich die Sachinvestitionen. Diese zogen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 nur noch um 6.1% an, nachdem sie Ende April noch um 7% gestiegen waren. Es zeichnet sich der schwächste Anstieg der Sachinvestitionen seit Ende der 1990er Jahre an. Das Wachstum des Exports beträgt dieses Jahr 3.2%, während der Import um 15,6 % gewachsen ist. Der Exportüberschuss fällt um ganze 43.1%. Dass der Handelsstreit mit den USA belastet, ist unumstritten. Doch auch die Auflagen der Regierung in Beijing belasten. Sie hat drei langfristige, wirtschaftspolitische Ziele gesetzt, die vor allem chinesischen Unternehmen neue Auflagen und Schwierigkeiten bereiten. Der Leverage Effekt soll gesenkt, Überkapazitäten abgebaut und die Umweltverschmutzung reduziert werden. Jack Ma, der Gründer des chinesischen Unternehmens Alibaba, warnt bereits davor, dass die chinesische Wirtschaft einen sog. Winter erleben werde. Im Zuge der Regulierungen würden viele Unternehmen pleite gehen. „Es ist auch gut, dass einige Unternehmen sterben. Weil solche Unternehmen nicht ausreichend weit vorausgeschaut haben und deshalb nicht vorbereitet sind“, so Jack Ma.
Konklusion:
Die jüngst veröffentlichten Wirtschaftsdaten aus China enttäuschen. Dass die PBoC bereits Gegenmassnahmen einleitete, zeigt, dass die Konjunktur markant schwächelt.