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Jahr 2022

Facebook

Wer sich unter Jugendlichen umhört, der wird schnell feststellen, dass Facebook für die U20-Generation zunehmend unattraktiver wird. Hasskommentare, Fake-News und das Übermass an Werbung nervt sie gewaltig. Ein subjektiver Eindruck, der nun durch eine Studie des Marktforschungsinstituts eMarketer gestützt wird. Die Experten prognostizieren, dass die Zahl der jugendlichen User in diesem Jahr tatsächlich sinken dürfte. Bei den unter 12jährigen wird ein weltweiter Rückgang um 9.3% erwartet, bei den 12- bis 17jährigen um 5.6% und bei den 18- bis 24jährigen um 5.8%. Dass es für das Netzwerk bereits nicht mehr so rund läuft wie auch schon, zeigten auch die Nutzerzahlen zum vierten Quartal 2017. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer (daily active users, DAUs) ist in den USA und in Kanada erstmals in der Geschichte des Unternehmens gesunken. Studien, die eine Vergreisung des sozialen Netzwerks vorhersagen, sind zwar nicht neu, aber diesmal scheinen die Vorhersagen ernster zu sein als zuvor. Noch malen die Analysten ein sehr optimistisches Zukunftsbild und rechnen im Mittel bis Ende des kommenden Jahres mit einem Gewinnanstieg von 65%. Es besteht aus unserer Sicht aber die Gefahr, dass die Umbauten, die Facebook in den kommenden Monaten durchziehen muss, um die Attraktivität des Netzwerkes wieder zu steigern, die Kosten merklich ansteigen lässt, was die Margen unerwartet stark belasten könnte. CEO und Gründer Mark Zuckerberg setzt darauf, die „Qualität“ der Nutzer anzuheben, und mit ihnen mehr Geld zu verdienen, nach dem Motto „weniger ist manchmal mehr“. Ob das wirklich aufgeht, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen müssen. Wie sind skeptisch!
Konklusion:
Wir halten an unserer Verkaufs-Empfehlung für Facebook fest. Das soziale Netzwerk scheint langsam zu vergreisen, was vor allem die Werbetragenden nicht goutieren werden.