+11.66%
YTD 2026
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Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
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Jahr 2022

EZB-Sitzung wirft ihre Schatten voraus

Die guten Vorgaben aus Übersee haben zum Ende der Vorwoche auch die europäischen Börsen angetrieben. Schwungvoll war der Kursanstieg jedoch nur bedingt. Zwar konnte der Euro Stoxx50 die charttechnisch wichtige exp. 20-Tage-Durchschnittslinie nach oben hin durchbrechen. Allerdings scheint der Durchbruch wenig nachhaltig. Denn bereits zum Auftakt der neuen Handelswoche rutschte der Index wieder ab. Zugleich sollte der jüngste Indexanstieg nicht darüber hinweg-täuschen, dass sich der Euro Stoxx50 weiter in einem Anfang Mai ausgebildeten Abwärtstrendkanal bewegt – eine grundlegende Trendwende wäre aus unserer Sicht somit erst gegeben, wenn der europäische Leitindex den bestehenden Abwärtskanal nach oben hin durchbrechen würde. Positive Signale senden derzeit der MACD- sowie der Stochastik-Indikator aus. Beide Masszahlen haben jüngst ein Kaufsignal ausgebildet. Aufgrund der tiefen Handelsvolumina – bedingt durch die langsam beginnende Ferienzeit und die Zurückhaltung im Vorfeld der EZB-Sitzung am Donnerstag nach Redaktionsschluss – müssen die Signale jedoch mit Vorsicht genossen werden.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Die Berichtssaison europäischer Unternehmen läuft erst an. Die wenigen bisher vorgelegten Zahlen waren gut und rechtfertigen aus unserer Sicht die starke Kursperformance europäischer Aktien im ersten Halbjahr 2017. Um den Aktienmärkten aber neuen Schwung einzuhauchen, braucht es unserer Ansicht nach jedoch mehr. Die Unternehmen müssten in der Breite ihre Prognosen für das Gesamtjahr anheben, um die Aktienmärkte neu zu beleben. Entsprechend rechnen wir in den kommenden Tagen mit einer Fortsetzung der laufenden Konsolidierung, wobei das weitere Abwärtspotenzial beschränkt erscheint. Mittelfristig wird neben der laufenden Berichtssaison auch das weitere Vorgehen der Europäischen Zentralbank bedeutend sein. Ihr muss es gelingen, die Märkte auf die geldpolitische Wende vorzubereiten – ohne dabei Verwerfungen an den Aktien- und Anleihenmärkten auszulösen. Wir gehen davon aus, dass die EZB bis zu ihrer September-Sitzung immer stärker das ansprechende konjunkturelle Umfeld betonen wird, womit die Wende in der Geldpolitik als Zeichen der konjunkturellen Stärke Europas interpretiert werden sollte.
Konklusion:
Kurzfristig rechnen wir mit einer Fortsetzung der Konsolidierung. Mittel- bis langfristig erwarten wir – sofern der EZB der Balanceakt der geldpolitischen Wende gelingt – steigende Notierungen.