+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Eurostoxx 50 steigt kräftig an

Investoren halten sich jedoch noch zurück

Nachdem der Eurostoxx 50 vor gut drei Wochen sowohl aus dem kurzfristigen als auch aus dem langfristigen Abwärtskanal gerutscht ist, hat sich der Index jüngst wieder zurückgekämpft.  Seit dem Tiefpunkt am 11. Februar hat der Index satte 7.11% zulegen können und übertrumpft damit sowohl die Erholung in der Schweiz (+5% seit dem Tief) als auch am US-Markt (S&P500: +5% seit dem Tief). Sowohl der MACD- als auch der Stochastik-Indikator senden derzeit Signale aus, die auf eine Fortsetzung der kurzfristigen Erholung an den europäischen Aktienmärkten hindeuten. Beide Indikatoren haben die zuletzt ausgebildeten Kaufsignale in der Berichtswoche nicht nur bestätigt, sondern zum Teil sogar noch bekräftigt. Ähnlich wie am Schweizer Markt ist jedoch auffällig, dass an Tagen mit steigenden Indexständen die Handelsvolumen zeitweise deutlich hinter jenen Tagen mit fallenden Indexständen zurücklagen. Noch scheint es den Anlegern an Vertrauen in den plötzlichen Stimmungswechsel zu fehlen. Eine Sichtweise, die auch wir verfolgen.

Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Kurzfristig deutet die Charttechnik auf weiter steigende Notierungen an den europäischen Börsen hin. Allerdings zeigt der jüngste Kursrückgang, dass die Gesamtlage an den Märkten weiter sehr volatil ist. Was die Nachhaltigkeit des gegenwärtigen Auftriebs an den Börsen angeht, so bleiben wir vorsichtig. Derzeit deuten zahlreiche Stimmungsindikatoren auf eine Konjunkturabkühlung in Europa hin. So fiel der Einkaufsmanagerindex für Deutschland jüngst auf 50.2 Punkte von 52.3 Zählern. Werte unter 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Kontraktion. Entsprechend bleiben wir mit breit angelegten Investments in Europa derzeit noch zurückhaltend. Einen kräftigen Schub könnte die EZB den Börsen geben, wenn sie Anfang März eine weitere Ausweitung der Geldpolitik ankündigt.

Konklusion:
Der starke Kursanstieg in den letzten gut zwei Wochen war von deutlich sinkenden Handelsvolumen begleitet. Die Anleger – wie auch wir – trauen dem Stimmungswechsel noch nicht.