Die europäische Zentralbank hat mit ihrer Entscheidung, das Wertpapierkaufprogramm bis mindestens September 2018 zu verlängern, an den Aktienmärkten der Eurozone einen kräftigen Kaufimpuls ausgelöst und den Euro Stoxx50 auf ein neues Jahreshoch gehievt. Die Seitwärtsbewegung, die das Bild des europäischen Leitindex zwischen Ende September bis Ende Oktober prägte, wurde damit beendet, was kurz- bis mittelfristig weiteres Aufwärtspotenzial eröffnet. Die neu entfachte Zuversicht auf Seiten der Anleger widerspiegelt sich auch im MACD- sowie im Stochastik-Indikator. Beide statistischen Masszahlen bildeten als Folge des Kaufimpulses ein Kaufsignal aus, welches vor allem beim Stochastik-Indikator sehr ausgeprägt ist. Rückendeckung bekommt der Aktienmarkt darüber hinaus von der ansprechend verlaufenden Berichtssaison und der sehr guten Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone. Gemäss Angaben der EU-Kommission ist die Stimmung so gut wie seit dem Jahr 2001 nicht mehr. Der Optimismus nahm vor allem in der Industrie, bei den Detailhändlern und im Bausektor zu und in geringerem Umfang auch bei den Dienstleistern. Unverändert gut blieb die Stimmung der Konsumenten. Besonders stark verbesserte sich das Wirtschaftsklima in Deutschland. Auch in Italien, Spanien und in den Niederlanden hellte es sich auf, während es sich in Frankreich eintrübte.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Die Börsenampeln stehen für Aktien aus der Eurozone über den gesamten Anlagehorizont auf „grün“. Die Konjunktur ist auch dank des globalen Wirtschaftsaufschwungs robust und dürfte 2018 nur wenige Anzeichen der Schwäche zeigen. Zugleich überzeugen die Unternehmen in der Breite mit ansprechenden Zahlenkränzen und optimistischen Ausblicken. Wir bleiben in der Eurozone investiert und kaufen punktuell weitere Aktien zu.
Konklusion:
Die Aktienkurse in der Eurozone sollten in den kommenden Wochen weiter steigen. Derzeit sehen wir keine Gründe, die einen plötzlichen Stimmungswechsel an den Börsen signalisieren.