+11.66%
YTD 2026
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Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
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Jahr 2022

Ems Chemie

Die mit angezogener Handbremse fahrende Autoindustrie (diese macht gut 60% des Ems-Umsatzes aus) hatte die Erwartungen an den Chemie-Konzern zuletzt deutlich gedrückt. Ein Umsatzrückgang, so die einhellige Meinung auf dem Handelsparkett, schien unausweichlich. Doch Ems Chemie hat einmal mehr bewiesen, dass sich das Management um CEO Magdalena Martullo-Blocher in einem schwierigen Geschäftsumfeld sehr gut zurechtfindet. Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2019 überraschend um 3% in Lokalwährungen bzw. 2% in Schweizer Franken. Damit hatte man auf dem Börsenparkett wirklich nicht gerechnet. Entsprechend stark fiel die Reaktion an der Börse aus. Am Tag der Zahlenpublikation stieg der Titel fast 6%. Neben einem weiter gut laufenden Neukundengeschäft dürfte sich vor allem die Wachstumsinitiative in den USA als Geschäftsbeschleuniger herausstellen. Dort forciert Ems vor allem das Business ausserhalb der Autoindustrie. Auf dem Schirm hat Ems dabei die Bereiche Gesundheit, Sicherheit, Kommunikation und Freizeit. Welches Potenzial das Unternehmen dort sieht, macht ein Blick auf die Personalplanung sichtbar. Bis zum Jahr 2022 soll der Personalbestand in der Entwicklung und im Verkauf verdoppelt werden. Bezüglich der Margenentwicklung liess sich Ems bei dem Umsatz-Zwischenbericht zwar nicht in die Bücher blicken. Allerdings werten wir Aussagen der Unternehmensleitung dahingehend, dass dort keine bösen Überraschungen lauern. „Im Rahmen eines globalen Effizienzprogrammes setzte Ems 470 Effizienzmassnahmen um, welche nun ihre volle Wirkung zeigen“, heisst es im Bericht. Dies ist u.E. ein Hinweis auf eine anhaltend hohe Marge. Sollten zudem die Rohstoffkosten unter den Erwartungen liegen, könnte der Halbjahresausweis punkto Margenentwicklung sogar für eine positive Überraschung sorgen. Das Management bestätigte zudem die bereits bekannten Jahresziele, wonach Umsatz und das operative Ergebnis auf Stufe Ebit mindestens auf Vorjahresniveau gehalten werden sollen. Das lässt unseres Erachtens nach wie vor Luft nach oben. Das Umfeld bleibt schwierig und die Herausforderungen bleiben hoch – daran ändern auch die guten Umsatzzahlen nichts. Allerdings spricht der Trackrecord des Ems-Managements unter CEO Martullo-Blocher dafür, dass sich der Konzern auch in solch einem anspruchsvollen Umfeld gut behauptet. Auch charttechnisch wird es für das Papier nun spannend. Gelingt dem Titel der nachhaltige Sprung über den Widerstand bei CHF 589, würde sich die Tür zum 52-Wochenhoch bei CHF 657 öffnen.

Konklusion:
Investierte Anleger geben kein Papier von Ems Chemie aus der Hand. Aus charttechnischer Sicht könnte die Aktie demnächst einen Sprung nach oben machen.