+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Ems Chemie

Der Spezialchemiekonzern setzt sein Wachstum im dritten Quartal zwar fort. Allerdings verliert der Konzern dabei an Dynamik. Der Umsatz stieg um 3.6% (organisch: +3.2%) auf CHF 496 Millionen. Damit verfehlte Ems Chemie den Konsens der Analysten um gut 3%. Die organische Umsatzentwicklung ist unseres Erachtens vor allem deshalb enttäuschend, weil die Daten aus der Autoindustrie – diese macht gut 65% des Gesamtumsatzes bei Ems aus – eigentlich unterstützend waren und sind. Der Hauptgrund für die schwachen Umsatzzahlen war vor allem der Geschäftsbereich «Hochleistungspolymere». Dort stieg der Umsatz nur um sehr schwache 3%, was deutlich unter den Erwartungen lag. Die UBS hatte beispielsweise mit einem Spartenwachstum von 7% gerechnet. An der Guidance für das Gesamtjahr rüttelte der Konzern nicht und er geht weiter von einem leicht höheren Umsatz und einem höheren Ebit auf Jahressicht aus. Uns erscheint es gegenwärtig fragwürdig, ob der Konzern aber die noch immer recht ambitionierten Erwartungen des Marktes erreichen kann. Im Schnitt wird mit einem Umsatzwachstum von 4.5% und einer Verbesserung des Ebit um satte 9.4% gerechnet. Wir gehen davon aus, dass diese Analysten-Prognosen in den kommenden Wochen nach unten revidiert werden, was für Verkaufsdruck auf die Aktie sorgen wird. Da die Aktie mit einem PEG von 4.20 und einem KGV 2017 von über 27 ohnehin massiv überbewertet ist, besteht ein signifikantes Abwärtspotenzial. Wir sehen den fairen Wert der Aktie bei CHF 310.
Konklusion:
Wir stufen die Aktie des Spezialchemiekonzerns auf „Verkaufen“ zurück. Die Wachstumsdynamik ist enttäuschend, womit die Bewertung der Aktie umso übertriebener erscheint.