
Die Halbjahreszahlen des Milchverarbeiters haben bei Marktteilnehmern eine harsche Reaktion hervorgerufen. Die Aktie verlor zeitweise gut 10% und rutschte auf die Marke von CHF 720 ab. Am 23. August notierte das Papier noch CHF 100 höher. Fakt ist, dass die Zahlen zwar nicht berauschend waren, aber sie waren auch nicht derart schlecht, wie es die Kursreaktion vermuten lässt. Dass Emmi auf dem Schweizer Heimatmarkt kaum mehr wächst, ist keine wirklich neue Erkenntnis, sondern zeichnet sich seit einigen Jahren ab. Auch der Umstand, dass Emmi mit steigenden Rohwarenpreisen zu kämpfen hat, bzw. diese nur noch schwer an den Endkonsumenten weitergeben kann, sollte nicht überraschen. Selbst grosse, global agierende Lebensmittelkonzerne haben damit zu kämpfen. Zwar hat Emmi Gespräche mit seinen Handelspartnern aufgenommen, um gewisse Preisanhebungen durchzusetzen. Doch die Verhandlungen gestalten sich schwierig. Aufgrund des Track-Records des Managements gehen wir jedoch davon aus, dass Emmi das zunehmend schwierige Umfeld meistern kann.
Konklusion:
Der massive Kursrutsch in Folge der Halbjahreszahlen erscheint uns übertrieben. Wir sind der Überzeugung, dass das erfahrene Management das schwierige Umfeld meistern wird. Kaufen!