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Elektromobilität

Selbst die grossen Autobauer wie GM, Ford, Renault, VW oder Daimler arbeiten mit Hochdruck an Plattformen für ihre E-Autos. Für die Autonation Deutschland sieht eine Studie im Jahr 2025 bereits eine Flotte von drei Millionen Autos auf den Strassen herumfahren. Bis zum Jahr 2040 könnten es gar 40 Millionen sein. So weit, so schön – nur einer Frage gehen die Politiker bisher konsequent aus dem Weg. Wie kann die Stromversorgung – angesichts des zu erwartenden Mehrverbrauchs – garantiert werden? Ausreichend Strom dürfte grundsätzlich zur Verfügung stehen. Gemäss Berechnungen der Forschungsstelle für Energiewirtschaft FFE bräuchte eine vollständige deutsche E-Flotte auf Grundlage der heutigen Bedingungen rund 15% des produzierten Stroms. Eine Belastung für die Netze, ja. Aber in Europa mit seiner vergleichsweise sicheren Energieversorgung sollte dieser Bedarf zu schaffen sein. Allerdings dürften mancherorts trotzdem milliardenschwere Investitionen in die Digitalisierung der Netze, neue Trafos, Spannungsregler und auch Leitungen notwendig werden. Problematischer erscheint daher auch viel eher die Frage, ob man den Strom mit ausreichend Leistung immer und rechtzeitig dahin geliefert bekommt, wo er gerade benötigt wird. Daran muss gegenwärtig gezweifelt werden. Denn weder die Politik noch die Stadtplaner haben bisher grössere Anstrengungen unternommen, um sich näher mit diesem Thema zu beschäftigen. Man stelle sich nur vor, wenn die Arbeitnehmer am frühen Abend von der Arbeit kommen und alle mehr oder weniger zeitgleich ihre Autos ans Haus-Stromnetz hängen – dann drohen Engpässe. Denn die Stromkabel, die die Energie auf der letzten Meile in die Häuser transportiert, können heute nur eine begrenzte Menge an Strom transportieren. Hängen heute nur ein paar Autos am Netz – kein Problem. Werden E-Autos in der Tiefgarage aber Mainstream drohen Engpässe. Es wird unumgänglich zu sein, Prognosen zu erstellen, wann wie viele Autos am Netz hängen, um einen gleichmässigen Stromfluss in ausreichender Spannung liefern zu können. Doch davon ist bis dato nichts zu sehen. Und auch die Stromversorger müssen umdenken: Denn in den vergangenen gut zwei Jahrzehnten wurde die Infrastruktur aufgrund des tendenziell sinkenden Stromverbrauchs der Bevölkerung zurückgebaut. Niemand hatte sich vorstellen können, dass der Verbrauch dereinst wieder markant steigen würde. Doch genau dieses Szenario wird wahrscheinlich. Zumindest der konsequente Einsatz von bzw. die Umrüstung auf intelligenten Stromzählern wird ein erster Schritt sein müssen, die lernenden Algorithmen erfassen, welcher Haushalt wann wie viel Strom verbraucht und wer gerade Überschüsse produziert. Daraus leitet das Programm Bedarfs- und Angebotsprognosen ab und informiert den Konsumenten, wann die Zeit für die Ladung der Batterie am günstigsten ist.
Konklusion:
Die E-Automobilität ist nicht mehr aufzuhalten. Doch es werden hierfür milliardenschwere Investitionen in das Stromnetz nötig, um die Versorgungssicherheit zu garantieren.