
Sog. Lootboxen sind in der Gaming-Industrie seit längerer Zeit ein heikles Thema. Hierbei können Spieler in Games wie der Fussballsimulation „FIFA“ echtes Geld für Kartenpakete ausgeben, deren Inhalt vom Zufall bestimmt wird. Bereits Mitte Oktober 2020 hat ein Gericht in Den Haag die niederländische Glücksspielbehörde KSA (Kansspelautoriteit) autorisiert, den Publisher Electronic Arts mit einer Strafe bis zu EUR 10 Millionen zu belegen. Die niederländische Glücksspielbehörde hat Lootboxen mittlerweile für illegal erklärt, weil man sie eben als Glücksspiel betrachtet und EA keine entsprechende Lizenz dafür hat. Das Spiel FIFA beschert EA eine jährlichen Umsatz von gut USD 2 Milliarden – ein Grossteil wird durch das Lootbox-Geschäft generiert. Das KSA hatte in einer Studie gezeigt, dass es möglicherweise einen Zusammenhang zwischen Spielen mit Lootboxen und der Entwicklung einer Glücksspielsucht gibt. Noch gibt es keine einheitliche europäische Regelung zum Thema Lootboxen. Aber der Druck ist deutlich erhöht worden. Zumal mittlerweile auch in Kanada gegen EA wg. dieses Business Klage eingereicht wurde.
Konklusion:
Das Thema Lootboxen wird EA wahrscheinlich längere Zeit belasten. Ein Verbot könnte reichlich Umsatz kosten. Zudem touchierte die Aktie jüngst unser Stop-Loss-Limit.