
Die beiden deutschen Energieversorger E.on und RWE liegen am Boden. E.on hält zwar trotz horrender Verluste von gut EUR 7 Milliarden an der Dividende von EUR 0.50 pro Aktie fest. Die Frage ist allerdings, ob dies die sehr schlechten geschäftlichen Aussichten aufwiegen kann. RWE hatte zuletzt angekündigt die Dividende aufgrund der hohen Verluste komplett zu streichen. Wir gehen davon aus, dass es vor allem bei E.on weiter bachab geht. Die Energiepreise haben zuletzt neue Tiefstände erreicht, zudem gerät der Gaspreis unter Druck. Auch der sehr schwache Rubel ist für das wichtige Russland-Geschäft von E.on Gift. E.on erwartet einen Rückgang des Ebitda von EUR 7.6 Milliarden auf EUR 6 bis EUR 6.5 Milliarden. Der um Sondereffekte bereinigte Überschuss soll bei EUR 1.2 Milliarden bis EUR 1.6 Milliarden landen. Wir erachten dies als zu optimistisch und erwarten deutlich stärkere Rückgänge. Auch punkto Dividende wird E.on im laufenden Geschäftsjahr das Niveau von 2015 nicht halten können. Wir rechnen mit einer Dividendenkürzung für das laufende Geschäftsjahr in Höhe von 25% bis 30%.
Konklusion:
Sowohl E.on als auch RWE sind zwar sehr günstig bewertet. Angesichts des insgesamt sehr trüben Ausblicks halten wir jedoch das tiefe Niveau noch für zu optimistisch. Verkaufen!