
Beim niederländischen Mischkonzern könnte es schon bald kräftig Bewegung geben. Vor gut einem Jahr hat sich der aktivistische New Yorker Investor Daniel Loeb in das Unternehmen eingekauft und hält mittlerweile 3%. Er hat mehrfach die niedrigen Renditen des Konzerns bemängelt und fordert die Aufspaltung des Konzerns. DSM stellt so unterschiedliche Produkte wie Kunststoffe, Kunstfasern, Antibiotika und Nahrungsergänzungsmittel, vor allem Vitamine, her. Bereits erfolgreich ausgegliedert wurden die Bereiche Polymer Zwischenprodukte und Verbundharze in die ChemicaInvest. Laut niederländischen Medienberichten werde derzeit in der Konzernführung über weitere Auslagerungen nachgedacht. Loeb, so ein Insider, habe im Management zu einem Umdenken geführt, da es so wie bisher nicht weitergehen könne. Sichtbar wird dieses Umdenken auch an der Kapitalrendite. Mit dem Einstieg des Investors hat sich das Ergebnis des niederländischen Konzerns auf das eingesetzte Kapital von 6.8% auf zuletzt 9.8% verbessert. Wir gehen davon aus, dass sich bei DSM in den nächsten Monaten vor allem punkto Ausgliederung etwas tun wird. Aus unserer Sicht ist das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln sehr attraktiv. Eine Ankündigung in diese Richtung dürfte den Aktienkurs kräftig anschieben – zumal es zuletzt auch insgesamt operativ sehr gut lief, wie die jüngst vorgelegten Quartalszahlen belegen.
Konklusion:
Wir rechnen beim niederländischen Mischkonzern mit einer verstärkten Konzentration in den kommenden Monaten. Dies sollte den Aktienkurs antreiben. Spekulativ orientierte Anleger greifen zu!