
Wir hatten die Aktie des Schliesstechnikunternehmens in Ausgabe 10/2018 bei CHF 748.00 auf „Verkaufen“ eingestuft. Zwar setzte Anfang April bis Mitte Mai nochmals eine kleine Kursrallye ein, welche die Notierung bis auf über CHF 820 stiegen liess. Doch seitdem geht es bergab. Die Hinweise, dass auch das zweite Semester enttäuschen könnte, verdichten sich. Das margenstarke US-Geschäft will nicht in die Gänge kommen und Dormakaba muss Investitionen in die IT-Infrastruktur und den Markenaufbau stemmen. Selbst das erst im Frühjahr auf 3.5% gesenkte organische Wachstumsziel könnte u.E. in Gefahr sein. Von Analystenseite hagelte es in den vergangenen Wochen Kritik – sie senkten ihre Kursziele und teilweise die Ratings. Angesichts der enttäuschenden Entwicklung erscheint uns punkto Marge-Entwicklung zunehmend fraglich, ob Dormakaba das Ziel einer Ebitda-Marge von 18% im kommenden Jahr erreichen kann. Darüber hinaus befürchten wir, dass der Konzern langfristig den technologischen Anschluss verlieren könnte. Smarten Schliesssystemen, die sich über die Cloud öffnen und schliessen lassen, dürfte die Zukunft gehören.
Konklusion:
Vom Status eines Wachstumsunternehmens ist Dormakaba derzeit meilenweit entfernt. Wir fürchten, dass Dormakaba auch im zweiten Halbjahr 2017/18 enttäuscht. Der Druck auf die Aktie bleibt hoch.