
Der Schweizer Leitindex hat in der zurückliegenden Woche jeglichen Schwung verloren, der den Index von Anfang November 2016 bis Anfang Januar 2017 noch beflügelt hatte – von 7‘593 Punkten ging es bis auf 8‘450 Zähler. Der höchste Stand seit Anfang 2016. Die Unsicherheiten im Vorfeld der offiziellen Vereidigung des neuen US-Präsidenten am 20. Januar belasten gegenwärtig das Aktienmarktumfeld. Die jüngsten Aussagen von Donald Trump deuten darauf hin, dass er seinen protektionistischen Weg unbeirrt fortsetzen wird und die Pharma- und Autoindustrie massiv unter Druck setzen will. Kurzfristig deutet die Charttechnik auf leichte Kursrückschläge hin: Der MACD-Indikator hat jüngst ein leichtes Verkaufssignal angedeutet. Sollte sich dieses in den kommenden Tagen bestätigen, könnte der Swiss Market Index in Richtung des unteren Bollinger Bandes bei 8‘150 Punkten fallen, wobei sich im Bereich um 8‘200 Zählern eine Supportzone ausgebildet hat, die eine mögliche Abwärtsbewegung des SMI bremsen könnte und die Marktbullen auf den Plan rufen könnte, eine Gegenbewegung einzuleiten.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Kurzfristig drücken erneut die Unsicherheiten rund um den neuen US-Präsidenten auf die Stimmung. Nach der ersten Euphoriewelle, in der die Marktteilnehmer vor allem auf die möglichen positiven Effekte seiner Präsidentschaft schielten, reift mittlerweile die Erkenntnis, dass Donald Trump auch eine reale Gefahr für die Weltwirtschaft ist – und an den Börsen markante Turbulenzen auslösen kann. Kurzfristig dürfte die anlaufende Bilanzsaison in der Schweiz jedoch unterstützend wirken. Die ersten Eckdaten für das abgelaufene vierte Quartal bzw. das Gesamtjahr 2016 machen Hoffnung, dass die Schweizer Firmen zum Ende des Jahres wieder in Schwung gekommen sind. Aufgrund der schwachen Performance in den zurückliegenden zwei Jahren im SMI halten wir das Rückschlagspotenzial insgesamt für sehr beschränkt.
Konklusion:
Kurzfristig bleibt die Stimmung am Schweizer Markt gedrückt, was v.a. auf den neuen US-Präsidenten zurückzuführen ist. Die anlaufende Berichtssaison dürfte jedoch stützend wirken.