+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Die Rückkehr des Risikoappetites

Wir werden die Liquidität weiter abbauen
Im Vorfeld der Berichtssaison in der Schweiz heben wir unser kurzfristiges Rating nach oben an und empfehlen den Schweizer Aktienmarkt neu „überzugewichten“. Auch wenn die Rahmenbedingungen schwierig bleiben und die Unternehmen in diesem Jahr keine Bäume ausreissen werden, so erscheinen uns jedoch zahlreiche Aktien auf dem gegenwärtigen Niveau sehr attraktiv bewertet – bei einem zugleich überschaubaren Risiko.
Unsere Gründe:
Die letzten Wochen haben gezeigt, dass sich die Märkte nach den turbulenten Wochen zum Jahresanfang beruhigt haben. Die Probleme rund um den Erdball haben sich zwar nicht aufgelöst, jedoch ist die „Untergangsstimmung“ aus den Märkten gewichen. Unser Eindruck vom Handelsparkett ist, dass Anleger sich einerseits mit den Begebenheiten abgefunden haben und andererseits ihren Blick wieder stärker in die Zukunft richten. Der Frankenschock, welcher das Jahr 2015 und in der Wahrnehmung auch den bisherigen Jahresverlauf prägte, rückt in den Hintergrund. Auch wenn der Franken nach wie vor überbewertet ist, zeigen die von den Unternehmen eingeleiteten Massnahmen Wirkung. Entsprechend gehen wir davon aus, dass die Unternehmen – auch aufgrund von Effizienzgewinnen und der tiefen Vergleichsbasis – vor einem guten Jahr punkto Gewinnentwicklung stehen. Dies wird an der Schweizer Börse derzeit aber nur ungenügend berücksichtigt. Darüber hinaus haben die Marktverwerfungen, die zu Beginn des Jahres das Bild am Schweizer Aktienmarkt prägten, dafür gesorgt, dass die verkaufswilligen Investoren mittlerweile vollständig aus dem Markt verschwunden sind. Sie warten derzeit auf ihre Chance, um wieder einzusteigen. Wie so oft wird dies aber erst der Fall sein, wenn der Markt bereits eine gute Strecke einer Aufwärtsbewegung hinter sich hat. Zuletzt erscheint uns das Enttäuschungspotenzial in der nun langsam anlaufenden Berichtssaison sehr gering. Die Erwartungen sowohl von Anlegern als auch von Analysten an die Zahlenkränze sind derart tief, dass zwar einzelne negative Überraschungen nicht ausgeschlossen werden können. En gros sollten die Firmen jedoch die Zielvorgaben zumindest erfüllen und ihre Ausblicke bestätigen. Angesichts dessen haben wir in der zurückliegenden Berichtswoche bereits den einen oder anderen Zukauf in der Schweiz als auch in Europa vorbereitet und wir werden unsere hohe Liquidität in den kommenden Wochen weiter abbauen. Wir erwarten, dass der Risikoappetit der Anleger schrittweise zurückkehrt.
Konklusion:
Wir gehen davon aus, dass der Markt das Gröbste hinter sich hat. Der Risikoappetit sollte steigen. Die Abstimmung in Grossbritannien (siehe Seite 16) ist der verbleibende grosse Unsicherheitsfaktor!