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Jahr 2022

Deutsche Post

Als Deutsche Post Anfang Juli dieses Jahres als einer der ersten DAX-Konzerne trotz der pandemiebedingten Unsicherheiten einen Jahresausblick wagte, war der Applaus der Börsianer gross. Vor wenigen Tagen hob Konzernchef Frank Appel die Prognosen nochmals an – und zwar deutlich. Aufgrund einer sehr dynamischen Geschäftsentwicklung rechnet der Logistikkonzern neu mit einem operativen Jahresergebnis auf Stufe Ebit von EUR 4.1 Milliarden bis EUR 4.4 Milliarden. Bisher hatte die Post lediglich EUR 3.5 Milliarden bis EUR 3.8 Milliarden in Aussicht gestellt. Für das dritte Quartal erwartet die Post ein operatives Ergebnis in Höhe von EUR 1.37 Milliarden nach EUR 942 Millionen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bemerkenswert ist, dass der Logistikkonzern in vier seiner fünf Geschäftssparten das Ebit steigern konnte. Selbst im Frachtgeschäft, welches immer wieder durch die Pandemie gestört wurde, konnte das Ebit von EUR 124 Millionen im Vorjahr auf EUR 155 Millionen gesteigert werden. Nur das Lagergeschäft schnitt vor allem wegen des starken Fokus auf die Automobilindustrie leicht schlechter ab. Der Free Cashflow konnte ebenfalls deutlich verbessert werden. Dieser wurde von gut EUR 500 Millionen auf EUR 1 Milliarde erhöht. Angesichts des nahenden Weihnachtsgeschäfts, welches in diesem Jahr aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie vor allem auch online ablaufen dürfte, bleiben die kurz- bis mittelfristigen Prognosen rosig, womit der Logistikkonzern bei den Q4-Zahlen u.E. noch Überraschungspotenzial hat.

Konklusion:
Die SARS-CoV-2-Pandemie hat zu einem Boom im Onlinehandel geführt, was der Logistikbranche goldene Zeiten beschert. Geben Sie kein Papier von Deutsche Post aus der Hand!