+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Deutsche Börse

Obwohl die Zahlen für das dritte Quartal recht ordentlich waren, kann sich die Aktie derzeit nicht aus dem seit gut einem Jahr anhaltenden Abwärtstrend befreien. Das zentrale Thema für die Aktionäre sowie die Börsenbetreiberin bleibt die laufende Fusion mit der London Stock Exchange. Das Problem ist, dass sich die europäischen Wettbewerbshüter mit der Prüfung des Deals Zeit lassen. Zuletzt wurde die Frist für die Prüfung der Fusion um drei Wochen verlängert und läuft nun bis zum 6. März 2017. Die Unsicherheit über den Ausgang des Prüfverfahrens hängt somit auf absehbare Zeit weiter über der Aktie der Deutschen Börse. Vor allem in Frankreich stösst der Deal auf Widerstand – in Paris fürchtet man einen weiteren Bedeutungsverlust der Euronext-Börse. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Widerstand fallengelassen wird – sofern LSE/Deutsche Börse das französische Abwicklungshaus Clearnet an die Euronext verkaufen. Denn damit könnte die Euronext ein grosses Stück am lukrativen Euro-Derivategeschäft an Land ziehen. Das Derivate-Clearing gilt in der Branche als der wichtigste Wettbewerb in den nächsten Jahren.
Konklusion:
Solange die Unsicherheiten über die Fusion nicht aus der Welt sind, solange wird sich die Aktie der Deutschen Börse nicht aus dem Abwärtstrend befreien können. Anleger brauchen einen langen Atem.