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Deutsche Bank

Vor allem von Seiten der Politik wird derzeit mit Hochdruck an einer Fusion von Deutsche Bank und Commerzbank gearbeitet. Wir haben aus unserer Abneigung gegen solch ein Szenario nie einen Hehl gemacht. Wir sehen keine nachhaltige Logik in einem Zusammenschluss zweier schwächelnder Banken – beide Banken bieten keine grossartigen Zukunftsperspektiven. Genau hier sollte bei der Deutschen Bank ein Umdenken einsetzen – die Zeit der Minischritte ist vorbei, es wird Zeit für etwas Grosses, für etwas mit Perspektive.
Wir möchten an dieser Stelle eine Richtung vorweisen, die der Deutschen Bank genau dies bieten würde: Wirecard! Der DAX-Konzern ist durch Berichte der „Financial Times“ „sturmreif geschossen“ worden, wie die NZZ jüngst schrieb. Ungeachtet des möglichen Skandals um nicht ganz koschere Vorgänge im Asiengeschäft würde Wirecard genau das bieten, was Investoren seit längerer Zeit fordern: Wachstumsfantasie. Die Digitalbasis ist bei der Deutschen Bank vorhanden. Die Digital Factory der Bank hat erste Schritte unternommen, um der Bank einen Zukunftsweg zu eröffnen. Doch nach anfänglichen, medienwirksamen Erfolgen ist es um die Projekte – wie zum Beispiel dem Robo-Advisor „Robin“ – ruhig geworden. Mit der Übernahme von Wirecard würde die Deutsche Bank die Digitalsparte von Null auf über Hundert beschleunigen.
Für eine solche Akquisition müsste sich die Deutsche Bank strecken – vielleicht wäre auch eine vierte, finale Kapitalerhöhung nötig. Doch dafür erhält die Bank eine Perspektive. Wir denken, dass vor allem die Anker-Aktionäre aus dem Nahen/Mittleren Osten der Bank in einem solchen Fall beistehen würden. Die Anschuldigungen, welche die FT gegen Wirecard erhoben hat, wiegen schwer und könnten einen solchen Deal unwahrscheinlich machen. Eine Due Diligence durch die Deutsche Bank dürfte jedoch die Fakten ans Licht bringen – womit ggf. beiden Finanzinstituten geholfen wäre. Die Deutsche Bank könnte zu einem vergleichsweise günstigen Preis akquirieren und Wirecard könnte die Berichte der FT endlich aus der Welt schaffen.
Ohnehin wäre auch aus Sicht von Wirecard eine Übernahme durch die Deutsche Bank nicht die schlechteste Option. Man könnte sich auf das operative Geschäft konzentrieren und müsste nicht mit Störgeräuschen von aussen klarkommen. Und sind wir ehrlich: Die paar Millionen, die gemäss FT falsch verbucht wurden, um unkoschere Geschäftsvorgänge zu kaschieren, könnte man unter dem Dach der Deutschen Bank müde weglächeln. Wir erinnern an die Breuer‘schen Peanuts.

Konklusion:
Deutsche Bank und Wirecard – ein Szenario, welches uns zunehmend gefällt. Es würde vor allem der Deutschen Bank eines bieten: Eine Zukunftsperspektive.