
Kurzfristiger Anstieg aufs April-Hoch ist möglich
Der Schweizer Leitindex SMI kommt seit Wochen nicht vom Fleck. Seit mittlerweile gut drei Wochen pendelt der Index in einem gut 120 Punkten breiten Band zwischen 7‘880 Zählern am unteren und 8‘000 Punkten am oberen Ende. Diese relative Bewegungslosigkeit widerspiegelt sich derzeit auch im MACD- sowie im Stochastik-Indikator – beide konnten in den vergangenen Wochen keine eindeutigen Signale ausbilden. Ähnlich richtungslos entwickeln sich die Handelsvolumen – diese haben sich in den vergangenen Wochen auf einem stabilen, wenn auch vergleichsweise tiefen Niveau gehalten. Nach wie vor befinden sich die meisten Anleger in einer Art Lauerstellung bis der Markt wieder eindeutige Kaufsignale auslöst. Aus unserer Sicht könnte der SMI kurzfristig zwar die psychologisch wichtige Marke von 8‘000 Punkten einnehmen und in der Folge bis auf 8‘200 Zähler steigen – doch nachhaltig dürfte der Anstieg nicht sein. Die Unsicherheiten, die derzeit die Märkte in der Eurozone und in den USA prägen, dürften auch am Schweizer Markt Spuren hinterlassen und den Risikoappetit senken.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Die kommenden Wochen dürften auch in der Schweiz vor allem durch die möglichen Folgen eines Brexit geprägt sein. Nicht auszuschliessen ist, dass der Schweizer Markt durch seine defensiven Qualitäten und den intakten Ruf als sicherer Hafen profitieren könnte. Allerdings dürfte dies andererseits zu einer kurzfristigen Aufwertungswelle beim Franken führen, was wiederum den Abwertungsdruck auf den SMI erhöht. Unter dem Strich dürfte es ein Null-Summen-Spiel werden. Wir erwarten aus technischer Sicht, dass der Schweizer Leitindex bei einem Sprung über die 8‘000er Marke kurzfristig weiter nach oben tendiert und das April-Hoch anvisieren könnte. Dieser Anstieg dürfte angesichts der bestehenden Unsicherheiten jedoch nicht nachhaltig sein. Mit Blick auf die Brexit-Abstimmung sollten sich Anleger absichern.
Konklusion:
Sollte dem SMI der Sprung über die 8‘000-Punkte-Marke gelingen, dürfte der Index bis auf das April-Hoch steigen. Anleger sollten sich mit Blick auf die Brexit-Abstimmung absichern.