
Die börsennotierte portugiesische Post, CTT – Correios de Portugal, fliegt derzeit noch unter dem Radar vieler Anleger. Das Unternehmen ist im Vergleich zur Deutschen Post ein Winzling. 2019 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von gerade einmal EUR 739 Millionen und kommt auf ein Börsengewicht von nur EUR 333 Millionen. Dennoch sollten Investoren die kleine portugiesische Staatspost nicht unterschätzen. Denn das Unternehmen hat Potenzial – wobei Investoren derzeit vor allem mögliche stark steigende Kosten im Blick haben. Denn als Staatsunternehmen muss CTT das ganze Land – bis in den hinterletzten Winkel – beliefern. Dies könnte vorderhand die Kosten für die Infrastruktur aufblähen. Denn das Land hat punkto Paketauslieferungen noch reichlich Nachholpotenzial. Auch in Portugal, dessen Pro-Kopf-Anteil an Paketen weit hinter anderen Ländern hinterherhinkt, dürfte die Coronakrise dem E-Commerce einen kräftigen Schub geben. Ein grosser Teil dieses Online-Mehrumsatzes dürfte u.E. bei CTT landen und das Unternehmen zu einem E-Commerce-Hub werden lassen. Das Management dürfte zudem dafür sorgen, dass sich die Margen trotz der zu erwartenden steigenden Kosten verbessern. CTT gilt als schuldenfrei, verfügt über eine Finanztochter und sitzt auf einem nicht betriebsnotwendigen Immobilienpaket von mehr als EUR 200 Millionen. Wir sehen die aktuelle Kursschwäche als eine sehr attraktive Chance für risikofreudige Anleger, um sich an dem portugiesischen Platzhirsch zu beteiligen.
Konklusion:
Die Aktie ist mit einem KGV21 von 6.0 sehr günstig bewertet. CTT könnte sich zu einem E-Commerce-Hub in Portugal entwickeln. Risikofreudige Anleger legen sich einige Papiere ins Depot!