+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

CS Group

Es sei der höchste bereinigte Gewinn in einem dritten Quartal seit 2014 gewesen, so der Kommentar der CS Group zu den jüngst vorgelegten Quartalszahlen. Schön und gut, nur trifft dies unseres Erachtens nicht den Kern. Fakt ist, dass CEO Tidjane Thiam vor allem die Kostensenkungsprogramme erfolgreich vorangetrieben hat. Der Geschäftsaufwand lag mit CHF 4.15 Milliarden sogar recht deutlich unter der Konsensprognose der Analysten von CHF 4.25 Milliarden. Der Vorsteuergewinn lag mit CHF 671 Millionen ebenso wie der Reingewinn von CHF 424 Millionen zwar deutlich über den Vorjahreswerten. Analysten hatten aber mit noch besseren Ergebnissen gerechnet. Was uns jedoch wirklich zu denken gab, ist die Entwicklung der Erträge. Diese sanken im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr sogar. Das sich eintrübende Umfeld an den Kapitalmärkten und die damit verbundene Zurückhaltung der Kunden als Gründe vorzuschieben, ist uns nicht ausreichend genug. Wir sehen mit Blick auf die CS Group eine zunehmende Ähnlichkeit mit der Deutschen Bank – es fehlt beiden Konzernhäusern eine „Forward“-Strategie, die nennenswertes Wachstum generieren könnte. Die Fokussierung auf die Kostenentwicklung war und ist zwar ein notwendiger Schritt, nun muss Thiame aber den nächsten wagen und dabei eine Frage beantworten: Wie will die Bank wieder wachsen? Eine Frage, auf die der CEO noch immer keine Antwort gefunden zu haben scheint. Beim Blick auf den Aktienkurs wäre dies aber dringend notwendig.
Konklusion:
Die Entwicklung der CS erinnert uns in zunehmenden Masse an die Deutsche Bank. Es fehlt beiden Häusern eine Wachstumsstrategie. Wir halten noch an CS fest, wobei sich der Ausblick verdunkelt.