
Kurz vor Weihnachten musste die CS Group mit einer wenig weihnachtlichen Nachricht an die Öffentlichkeit. Durch die US-Steuerreform werde eine Wertberichtigung in Höhe von CHF 2.3 Milliarden fällig. Diese betrifft aktivierte Steuerguthaben, die aufgrund der Steuerreform nunmehr nicht mehr werthaltig sind. Die Aktie sackte zwischen den Jahren im Gleichklang mit dem Gesamtmarkt leicht ab. Seit dem Jahreswechsel hat der Titel jedoch die Aufwärtsbewegung wieder aufgenommen. Einerseits dürfte die Abschreibung das regulatorische Kapital nicht und nur minimal beeinflussen. Zugleich betonte das Management der Bank, dass die für Investoren ausgelobte Firmenphilosophie, Kapital an Aktionäre zurückzugeben, ungeachtet der neuen Tatsachen durch die US-Steuerreform fortgesetzt werde. Andererseits war bereits in den Monaten zuvor ausführlich und ausreichend über negative finanzielle Folgen der US-Steuerreform diskutiert worden, womit die Ankündigung der CS Group keine Überraschung war. Darüber hinaus dürfte die Steuerreform in den USA dem Bankgeschäft grundsätzlich zu Gute kommen. Zumal Präsident Donald Trump mit Hochdruck an der – zugegebenermassen gefährlichen – Deregulierung der Finanzbranche arbeitet. Unter dem Strich dürfte die Aktie der CS Group den seit September 2017 bestehenden Aufwärtstrend noch einige Zeit fortsetzen. Wir halten entsprechend an unserer Kauf-Empfehlung für das CS-Papier fest.
Konklusion:
Anleger sollten ihre Scheu vor Bank-Werten ablegen. Die Branche bietet insgesamt gute Chancen. Die Aktie der CS Group ist einer unserer Top-Picks aus dem Segment.