+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

CS Group

CEO Tidjane Thiam dürfte mit dem jüngst präsentierten Zahlenkranz zumindest auf kurz- bis mittelfristige Sicht die Gemüter etwas beruhigt haben. Unter dem Strich waren die Zahlen ansprechend und konnten teilweise die Erwartungen der Analysten schlagen – wobei auch diese Quartalsbilanz deutlich macht, dass sich die CS Group nach wie vor im Wandel befindet. Positiv hervorzuheben sind die Fortschritte bei der Kostenreduktion, die bereits jetzt darauf hindeuten, dass die CS Group die gesetzten Einsparungsziele sogar noch überbieten kann. Allerdings ist die Cost-Income-Ratio mit einem Wert von 90 noch immer hoch und zeigt, dass die Bank noch reichlich Arbeit vor sich hat. Denn noch steht jedem eingenommenen Franken Kosten von CHF 0.91 gegenüber. Das ist nicht berauschend. Positiv ist die Entwicklung bei der „Strategic Resolution Unit“. Dies ist eine Art Abwrackeinheit, die toxische Altlasten der Bank verwertet und seit Jahren regelmässig die Ergebnisse belastet. Die Einheit konnten den Verlust im dritten Jahresviertel um ein Drittel reduzieren. Wenn diese toxischen Papiere in absehbarer Zeit abgetragen sind, sollte sich dies spürbar in der Ertragskraft der Bank widerspiegeln. Schwung fehlt der CS Group beim Kerngeschäft, der Schweizer Universalbank – damit steht die Bank aber keineswegs alleine da. Das Wachstumsproblem haben derzeit die meisten europäischen Banken. Insgesamt sind die Fortschritte der Bank beachtenswert und zeigen in die richtige Richtung.
Konklusion:
Die Rufe nach einer Aufspaltung der Bank dürften bald verstummen. Die Bank macht grosse Fortschritte, um wieder profitabel zu wachsen. Wir bekräftigen unsere Kauf-Empfehlung.