
Wir haben in der zurückliegenden Berichtswoche unser Exposure in den Schweizer Finanzsektor ausgebaut und Tradingpositionen auf die CS Group, auf Julius Bär und auf Leonteq aufgebaut. Darüber hinaus halten wir an unserer Trading-Buy-Empfehlung für die Aktie der UBS fest. Einerseits gehen wir davon aus, dass sich die Beruhigung an den internationalen Kapitalmärkten positiv auf das Handelsgeschäfts der Unternehmen auswirken wird. Zahlreiche US-Banken berichten bereits von einer deutlichen Geschäftsbelebung – ein Aspekt, der bei Schweizer Bankaktien derzeit völlig unter den Teppich gekehrt wird. Wir rechnen damit, dass die Zahlen für das zweite Quartal durchaus die eine oder andere positive Überraschung ans Tageslicht bringt. Andererseits erscheinen uns die Schweizer Bankaktien auf dem gegenwärtigen Kursniveau als massiv unterbewertet. So mag die CS unwidersprochen einige Probleme haben, doch der Aktienkurs preist derzeit ein derart düsteres Szenario ein, welches an die Finanzkrise 2007/08 erinnert. Aus unserer Sicht waren die zuletzt vorgelegten Quartalszahlen zwar nicht überragend, aber sie wiesen aus unserer Sicht doch einige Fortschritte an vielen Fronten auf, die die Hoffnung auf eine Besserung schüren. Vor allem punkto Kostensenkungen erscheint uns die CS auf einem sehr guten Weg, der sich bereits im laufenden Jahr positiv in der Gewinn- und Verlustrechnung bemerkbar machen wird. Wir gehen davon aus, dass die Konsensschätzungen im Laufe des Jahres nach oben revidiert werden, was dem Aktienkurs kräftigen Rückenwind geben dürfte.
Konklusion:
Wir erhöhen unser Exposure im Schweizer Finanzsektor deutlich. Aus unserer Sicht sind die Aktien von UBS, Julius Bär und CS Group deutlich unterbewertet.