
Die amerikanische Grosshandelskette hat mit den Zahlen für das dritte Geschäftsquartal die Erwartungen der Wall-Street-Analysten nicht ganz erfüllen können. Zwar stieg der Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um durchaus beachtliche 12.1% auf USD 31.62 Milliarden. Kapitalmarktbeobachter hatten jedoch noch eine Nuance mehr erwartet: USD 31.913 Milliarden. Dafür konnte Costco mit der Umsatzentwicklung auf vergleichbarer Ladenfläche überzeugen: In den USA stieg dieser um 9.7% und gesamthaft um 10.2%. Erwartet wurden Zuwächse von 6.6% bzw. 7.73%. Enttäuschend entwickelte sich hingegen die Gross Margin, die von 11.50% im Vorjahr auf 11.05% im dritten Geschäftsquartal schrumpfte. Analysten hatten im Schnitt mit einer Verbesserung gerechnet. Unter dem Strich konnte Costco einen Gewinn von USD 750 Millionen oder USD 1.70 je Aktie einstreichen, womit die Analystenprognose von USD 1.69 je Anteilsschein leicht überboten werden konnte. Insgesamt tragen die Investitionen in die Modernisierung der Filialen, in die Arbeitskräfte und den E-Commerce Früchte – auch wenn die Marge dadurch negativ beeinflusst wurde. Wir gehen davon aus, dass Costco vor allem im Bereich E-Commerce seine Anstrengungen nochmals erhöhen wird und das bereits gute Online-Angebot weiter ausbaut. Vor allem sitzt den klassischen Brick-and-Mortar-Ketten der Online-Riese Amazon im Nacken. Entsprechend könnte die Margenentwicklung bei Costco weiter eher schwächlich ausfallen.
Konklusion:
Die Aktie preist auf dem aktuellen Niveau bereits zahlreiche positive Entwicklungen ein. Mit einem 2019er KGV von fast 26 weist das Papier ein Premium gegenüber zahlreichen Peers auf. Die Luft ist raus.