
Der Abgabedruck auf den deutschen Auto-Zulieferer bleibt trotz der horrenden Kursverluste, welche die Aktie in diesem Jahr bereits wegstecken musste, hoch. Gemessen am Jahreshoch Mitte Januar bei über EUR 250 hat die Aktie mehr als 47% an Wert verloren – ein Desaster für einen DAX-Konzern. Dass Finanzvorstand Wolfgang Schäfer jüngst davon sprach, dass der Margendruck auch im kommenden Geschäftsjahr hoch bleiben wird, ist wenig hilfreich, um den Druck auf die Aktie zu mildern. Insgesamt haben sich Wachstums- und Renditeerwartungen seitens der Aktienanalysten für das Jahr 2018 als naiv erwiesen – daran können auch die unerwartet guten Zahlen für das dritte Quartal nichts ändern. Die Abwertung des gesamten Sektors scheint angesichts der Unsicherheiten innerhalb der Industrie noch längst nicht abgeschlossen zu sein. Entsprechend senken Analysten derzeit reihenweise ihre Prognosen und Kursziele, was den Abgabedruck auf die Papiere von Continental und ihre Wettbewerber hochhalten dürfte. Noch lässt also der erhoffte Rebound bei Continental auf sich warten, wobei Anleger aus technischer Sicht die Marke von EUR 128 fest im Blick haben sollten. Rutscht die Aktie unter dieses Niveau, eröffnet sich aus charttechnischer Sicht neues Abwärtspotenzial bis auf EUR 120/115. Trotz des unwidersprochen trüben Geschäftsumfelds erscheinen uns die Wertverluste der Aktie übertrieben und spiegeln nicht die Realität wider. Wir bringen uns entsprechend in Stellung, um bei einer Bodenbildung schnell zuschlagen zu können.
Konklusion:
Wir warten bei Continental eine Bodenbildung ab und setzen die Aktie auf unsere Watchlist. Der Wertverlust der Aktie erscheint uns trotz des trüben Umfelds unverhältnismässig.