
Wir hatten zuletzt in Ausgabe 25/2017 über das sich sehr dynamisch entwickelnde Geschäft bei Comet berichtet. Am Investors Day in der vergangenen Woche bestätigte das Unternehmen den profitablen Wachstumstrend. Für das laufende Jahr erwartet Comet unverändert ein Erlösplus von rund 30% gegenüber dem Vorjahr. Nominal liegt die Zielmarke zwischen CHF 430 Millionen bis CHF 450 Millionen. Die Ebitda-Marge soll zwischen 14% bis 16% liegen, was nach 14.4% im Vorjahr, zumindest mit Blick auf das untere Ende des Zielbandes eine eher leicht enttäuschende Vorgabe ist. Die aus unserer Sicht tendenziell konservative Vorgabe hat bei Comet jedoch Tradition. Denn auch beim mittelfristigen Ausblick gibt sich die Unternehmensführung zurückhaltend. Die Umsatzmarke von CHF 500 Millionen soll zwar bereits im Geschäftsjahr 2019 erreicht werden – und somit ein Jahr früher als bisher in Aussicht gestellt. Angesichts der Entwicklung im laufenden Jahr würde dies jedoch eine deutliche Wachstumsverlangsamung bedeuten. Aus unserer Sicht spielt das Management punkto Prognose auf Sicherheit bzw. will sich damit die Möglichkeit offen halten, um den Markt mit einem höheren Wachstum positiv überraschen zu können. Wesentlich positiver bewerten wir, dass Comet die Ebitda-Marge ebenfalls 2019 – auch ein Jahr früher als geplant – auf einen Wert zwischen 16% bis 18% steigern will. Um das hohe Wachstum auch in den Folgejahren aufrecht halten zu können, wird Comet jedoch nicht um Investitionen umhinkommen. Digitalisierung (als Wachstumsfeld in den Endmärkten sowie intern zur Verbesserung der Produktionseffizienz), Diversifizierung (regional v.a. nach Asien und Erweiterung der Produktpalette), Prozessoptimierung (mit dem Ziel, den Entwicklungszyklus zu beschleunigen) und Cross-Selling sind die vier Schlagwörter, welche die kommenden Jahre bei Comet am besten beschreiben. Der Schweizer Technologiekonzern hat sich in den zurückliegenden Jahren eine führende Stellung in zahlreichen Nischenmärkten erarbeitet. Im Bereich der Hochfrequenztechnologie gilt das Unternehmen als führend und profitiert vom anhaltenden Aufschwung in der Halbleiterindustrie. Auch im Bereich der Röntgentechnologie hat sich Comet eine sehr gute Ausgangslage erarbeitet, wo vor allem in der Materialprüfung und im Sicherheitsbereich enorme Potenziale schlummern – die neue Ebeam-Technologie (eine Oberflächenbehandlung durch Elektronenbeschuss) steht bereits in den Startlöchern (Tetra-Pack). Weitere Anwendungsmöglichkeiten werden derzeit evaluiert.
Konklusion:
Die Aktie ist 2017 ausgezeichnet gelaufen. Der Titel ist mittlerweile zwar ambitioniert bewertet, was angesichts des dynamischen Wachstums aber gerechtfertigt ist. Weiteres Kurspotenzial: 20%