
Rund eineinhalb Millionen Menschen leben in Philadelphia. 68% der Erwachsenen und 41% der Kinder sind übergewichtig. Nun sagt die Politik der „Fettleibigkeit“ der Bevölkerung den Kampf an, und dies geht am besten über den Geldbeutel. Gegen den erbitterten Widerstand der Getränkeindustrie verabschiedete der Stadtrat von Philadelphia vor wenigen Tagen eine Sondersteuer von 50 US-Cent pro Liter Limonade. Die Aktie unseres Depotwerts reagierte negativ auf die Nachricht. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Sondersteuer die Geschäfte des Getränkeriesen nur marginal betrifft. So wurde in Frankreich bereits 2011 eine Limonaden-Steuer eingeführt. Der Konsum dieser Getränke ist seither jedoch nur unmerklich gesunken. In Belgien ist seit Anfang des Jahres eine sogenannte Gesundheitssteuer in Kraft. Pro Literflasche zuckerhaltiger Brause werden dort drei Eurocent fällig. Pro Dose ein Cent. Experten halten den Aufschlag für zu gering, um nachhaltig auf den Konsum zu wirken. Auch Grossbritannien will ab April 2018 eine Steuer auf zuckerhaltige Limonaden einführen. Für Getränke, die mehr als fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten, soll ein Steueraufschlag fällig werden. Dass Coca-Cola empört auf den Vorstoss der Stadtregierung in Philadelphia reagierte, ist wenig überraschend. „Es sollte nicht Aufgabe der Regierung sein, bestimmte Produkte zu dämonisieren“, erklärte der Branchenverband American Beverage Association, dem auch Coca-Cola und Pepsi angehören.
Konklusion:
Coca-Cola ist längst mehr als nur braune, zuckerhaltige Limonade. Der Konzern hat längst „gesunde“ Produkte im Angebot und deckt somit einen grossen Trend unter Verbrauchern ab. Kaufen!