
Die auf die Vergabe von Konsumkrediten spezialisierte Bank hat mit einem Rekordergebnis im Jahr 2018 überzeugt. Hervorzuheben ist vor allem die starke Gewinnentwicklung (CHF 5.47 pro Aktie; 1% über der Konsensprognose der Analysten), eine ansehnliche Eigenkapitalrendite von 16.9%, eine solide Kapitalausstattung (Tier1-Ratio: 19.2%) und eine Dividendenrendite (Dividendenerhöhung für 2018: +6%) von 4.2%. Das Cembra-Management ist für 2019 optimistisch. Das Management erwartet, dass das anhaltende Wachstum im Kreditkartengeschäft den Rückgang des Zinsertrags im Bereich Privatkredite kompensieren wird. Cembra stellt für 2019 ein wenig ambitioniertes Gewinnziel von CHF 5.40 bis CHF 5.70 je Anteilsschein in Aussicht. Das Management gibt sich traditionell betont konservativ, um letztlich die eigenen Zielmarken locker erreichen zu können. 2016 und 2018 lag das Ergebnis je am oberen Ende des Zielkorridors. 2014, 2015 und 2017 übertraf Cembra am Jahresende die Zielvorgabe deutlich.
Konklusion:
Die Aktie hat das zwischenzeitliche Tief überwunden und notiert aktuell in etwa auf Höhe unseres Verkaufsniveaus von August 2018 (siehe Ausgabe 27/2018). Die Aktie erscheint uns damit fair bewertet.