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Jahr 2022

Cannabis ETF

„Viel Rauch um Nichts“ – so lautet der Titel eines US-Stoner-Movies aus der Cheech & Chong-Filmreihe aus dem Jahr 1978. Der Titel könnte aber auch auf den Cannabis-Hype an der Börse zutreffen. Denn aus dem angeblich schlummernden Milliarden-Business ist bis jetzt noch nichts geworden. Der kanadische Marihuana-Index ist von seinem Höchststand von 972 Punkten im Januar 2018 auf 211 Punkte Mitte November dieses Jahres regelrecht in sich zusammengebrochen. Die Aktienkurse der Cannabis-Produzenten sind in den vergangenen Monaten sprichwörtlich kollabiert. Bei Canopy Growth, einem unserer ehemaligen Depotwerte, ging es von USD 56.89 im Oktober 2018 bis zuletzt auf USD 16 bachab. Zwar hat sich der Aktienkurs zuletzt leicht erholt, was angesichts der massiven Kursverluste in den vergangenen 18 Monaten aber nur ein sehr kleiner Trost ist. Auch bei Wettbewerber Tilray oder Aurora Cannabis sieht die Kursentwicklung in den vergangenen Monaten nicht besser aus. Die Berichtssaison für das abgelaufene Quartal war für viele Unternehmen aus dem Sektor ein erneuter Rückschlag. Die Geschäfte ziehen trotz aller Legalisierungsmassnahmen nicht derart an, wie man es sich ursprünglich vorgestellt hatte. Im Gegenteil: Die Verluste wurden teilweise unerwartet stark ausgeweitet. Analysten sprachen zum Teil von „bestürzenden“ Ergebnissen. Zudem sorgt der Wildwuchs an Unternehmen, die vom angeblichen Boom und Milliardengeschäft profitieren wollten, für Überkapazitäten.

Konklusion:
Wir sehen auf kurze Sicht keinen Stimmungswandel bei den Investoren, weshalb sich ein Einstieg nicht anbietet. Sollten die USA aber Cannabis bundesweit freigeben (auch für den privaten Gebrauch), dürfte der Wind drehen und das bestehende Wertpotenzial freigesetzt werden.